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30 Jun 2010 18. Die H├Âhle (Al-Kahf)

18. Die H├Âhle (Al-Kahf)


Offenbart vor der Hidschra. Dieses Kapitel enth├Ąlt 110 Verse.


Im Namen Allahs, des Gn├Ądigen, des Barmherzigen.


1. Aller Preis geh├Ârt Allah, Der zu Seinem Diener das Buch herabsandte und nichts Krummes darein legte -


2. Als Wegweiser, damit es strenge Strafe von Ihm androhe und den Gl├Ąubigen, die gute Werke tun, die frohe
Botschaft bringe, da├č ihnen ein sch├Âner Lohn wird,


3. Worin sie weilen werden immerdar;


4. Und damit es jene warne, die da sagen: ┬źAllah hat Sich einen Sohn beigesellt.┬╗


5. Sie haben keinerlei Kenntnis davon, noch hatten es ihre V├Ąter. Gro├č ist das Wort, das aus ihrem Munde
kommt. Sie sprechen nichts als L├╝ge.


6. So wirst du dich vielleicht noch zu Tode gr├Ąmen aus Kummer ├╝ber sie, wenn sie dieser Rede nicht glauben.


7. Siehe, Wir schufen alles, was auf Erden ist, zu einem Schmuck f├╝r sie, auf da├č Wir sie pr├╝fen, wer unter
ihnen der Beste im Wirken ist.


8. Und siehe, Wir werden alles, was auf ihr ist, in d├╝rren W├╝stenstaub verwandeln.


9. Meinst du wohl, die Gef├Ąhrten in der H├Âhle und der Inschrift seien ein Wunder unter Unseren Zeichen?


10. Als die J├╝nglinge in der H├Âhle Zuflucht nahmen und sprachen: ┬źUnser Herr, gew├Ąhre uns Barmherzigkeit
von Dir aus und bereite uns einen Weg in unserer Sache.┬╗


11. AIso versiegelten Wir ihre Ohren in der H├Âhle auf eine Anzahl von Jahren.


12. Dann erweckten Wir sie, auf da├č Wir erf├╝hren welche von den beiden Scharen die Zeit ihres Verweilens
am besten berechnet hatte.


13. Wir wollen dir ihre Geschichte der Wahrheit gem├Ą├č berichten: Sie waren J├╝nglinge, die an ihren Herrn
glaubten, und Wir liesscn sie zunehmen an F├╝hrung.


14. Und Wir st├Ąrkten ihre Herzen, als sie aufstanden und sprachen: ┬źUnser Herr ist der Herr der Himmel und
der Erde. Nie werden wir einen Gott anrufen au├čer Ihm: sonst w├╝rden wir ja eine Ungeheuerlichkeit
aussprechen.


15. Dieses unser Volk hat G├Âtter statt Ihn angenommen. Warum bringen sie dann nicht einen klaren Beweis
daf├╝r? Und wer ver├╝bt gr├Â├čeren Frevel, als wer eine L├╝ge gegen Allah erdichtet?


16. Und wenn ihr euch nun von ihnen und dem, was sie statt Allah anbeten, zur├╝ckzieht, so suchet Zuflucht in
der H├Âhle; euer Herr wird Seine Barmherzigkeit ├╝ber euch breiten und euch einen tr├Âstlichen Ausweg aus
eurer Lage weisen.┬╗


17. Und du h├Ąttest sehen k├Ânnen, wie die Sonne, da sie aufging, sich von ihrer H├Âhle rechtshin wegneigte, und
da sie unterging, sich von ihnen linkshin abwandte; und sie waren in einem Hohlraum inmitten. Das geh├Ârt zu
den Zeichen Allahs. Wen Allah leitet, der ist rechtgeleitet; doch wen Er irregehen l├Ą├čt, f├╝r den wirst du auf
keine Weise einen Helfer (und) F├╝hrer finden.


18. Du k├Ânntest sie f├╝r wach halten, indes sie schlafen; und Wir werden sie auf die rechte Seite und auf die
linke sich umdrehen lassen, w├Ąhrend ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckt. H├Ąttest du sie
so erblickt, du w├╝rdest dich gewi├č vor ihnen zur Flucht gewandt haben und w├Ąrest mit Grausen vor ihnen
erf├╝llt gewesen.


19. Und so erweckten Wir sie, damit sie einander befragen m├Âchten. Ein Sprecher unter ihnen sprach: ┬źWie
lange habt ihr verweilt?┬╗ Sie sprachen: ┬źWir verweilten einen Tag oder den Teil eines Tages.┬╗ (Andere)
sprachen: ┬źEuer Herr kennt am besten die (Zeit), die ihr verweilt habt. Nun entsendet einen von euch mit
dieser eurer Silberm├╝nze zur Stadt; und er soll sehen, wer von ihren (Bewohnern) die reinste Speise hat, und
soll euch davon Vorrat bringen. Er mu├č aber geschmeidig sein und soll ja keinem ├╝ber euch Kunde geben.


20. Denn wenn sie von euch erfahren sollten, sie werden euch steinigen oder euch zu ihrem Glauben
zur├╝ckbringen, und ihr werdet dann nimmermehr gl├╝cklich sein.┬╗


21. Und so entdeckten Wir sie (den Menschen), damit sie erkennen m├Âchten, da├č Allahs Verhei├čung wahr ist
und da├č ├╝ber die ┬źStunde┬╗ kein Zweifel ist. (Und gedenke der Zeit) als die Leute untereinander stritten ├╝ber
sie und sprachen: ┬źBauet ein Geb├Ąude ├╝ber ihnen.┬╗ Ihr Herr wu├čte sie am besten. Jene, deren Ansicht
obsiegte, sprachen: ┬źWir wollen unbedingt ein Bethaus ├╝ber ihnen errichten.┬╗


22. Manche sagen: ┬ź(Sie waren ihrer) drei, ihr vierter war ihr Hund┬╗, und (andere) sagen: ┬ź(Sie waren) f├╝nf,
ihr sechster war ihr Hund┬╗, indem sie herumraten im Dunkel, und (wieder andere) sagen: ┬ź(Sie waren) sieben,
ihr achter war ihr Hund.┬╗ Sprich: ┬źMein Herr kennt am besten ihre Zahl. Niemand wei├č sie, au├čer einigen
wenigen ┬╗ So streite nicht ├╝ber sie, es sei denn durch zwingendes Beweisen, und suche nicht Kunde ├╝ber sie
bei irgendeinem von ihnen.


23. Und sprich nie von einer Sache: ┬źIch werde es morgen tun┬╗,


24. Es sei denn: ┬źSo Allah will┬╗ Und gedenke deines Herrn, wenn du es vergessen hast, und sprich: ┬źIch
hoffe, mein Herr wird mich noch n├Ąher als dies zum rechten Wege f├╝hren.┬╗


25. Und sie blieben dreihundert Jahre lang in ihrer H├Âhle, noch neun hinzugef├╝gt


26. Sprich: ┬źAllah wei├č am besten, wie lange sie verweilten.┬╗ Sein sind die Geheimnisse der Himmel und der
Erde. Wie sehend ist Er! und wie h├Ârend! Sie haben keinen Helfer au├čer Ihm, und Er teilt Seine Befehlsgewalt
mit keinem.


27. Und verlies, was dir von dem Buche deines Herrn offenbart ward. Da ist keiner, der Seine Worte ver├Ąndern
k├Ânnte, und du wirst au├čer Ihm keine Zuflucht finden.


28. Halte dich zu denen, die ihren Herrn anrufen des Morgens und des Abends, im Trachten nach Seinem
Wohlgefallen; und la├č deine Blicke nicht ├╝ber sie hinauswandern, indem du nach dem Gepr├Ąnge des irdischen
Lebens begehrst; und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir achtlos machten der Erinnerung an Uns, der
seinen b├Âsen Gel├╝sten folgt und dessen Fall ein ├Ąu├čerster ist.


29. Und sprich: ┬źDie Wahrheit ist es von eurem Herrn: darum la├č den gl├Ąubig sein, der will, und den
ungl├Ąubig sein, der will.┬╗ Siehe, Wir haben f├╝r die Frevler ein Feuer bereitet, dessen Zelt sie umschlie├čen
wird. Wenn sie dann um Hilfe schreien, so wird ihnen geholfen werden mit Wasser gleich geschmolzenem
Blei, das die Gesichter verbrennt. Wie schrecklich ist der Trank, und wie schlimm ist das (Feuer) als
Lagerstatt!


30. Wahrlich, die da glauben und gute Werke tun - wahrlich, Wir lassen den Lohn derjenigen, die gute Werke
tun, nicht verloren gehn.


31. Sie sind es, die G├Ąrten der Ewigkeit besitzen werden, durch welche Str├Âme flie├čen. Darinnen werden sie
geschm├╝ckt sein mit Armspangen von Gold und gekleidet in gr├╝ne Gew├Ąnder aus feiner Seide und schwerem
Brokat, darin lehnend auf erh├Âhten Sitzen. Wie herrlich der Lohn und wie sch├Ân die St├Ątte der Rast!


32. Und stelle ihnen das Gleichnis von zwei M├Ąnnern: f├╝r den einen von ihnen schufen Wir zwei Rebeng├Ąrten
und umgaben sie mit Dattelpalmen, und dazwischen legten Wir Kornfelder an.


33. Beide G├Ąrten brachten ihre Fr├╝chte hervor und versagten in nichts. Und in ihrer Mitte lie├čen Wir einen
Strom flie├čen.


34. Und es ward ihm Frucht. Er sprach zu seinem Gef├Ąhrten, indem er (prahlerisch) mit ihm redete: ┬źIch bin
reicher als du an Besitz und m├Ąchtiger an Gefolgschaft.┬╗


35. Und er betrat seinen Garten, w├Ąhrend er s├╝ndig gegen die eigene Seele war. Er sprach: ┬źIch kann mir nicht
vorstellen, da├č dieser je zugrunde gehen wird,


36. Noch glaube ich, da├č die "Stunde" heraufkommen wird. Selbst wenn ich zu meinem Herrn zur├╝ckgebracht
werde, so werde ich ganz gewi├č einen besseren Aufenthalt als diesen finden.┬╗


37. Sein Gef├Ąhrte sprach zu ihm, indem er sich mit ihm auseinandersetzte: ┬źGlaubst du denn nicht an Ihn, Der
dich aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Samentropfen, dann dich zu einem vollkommenen Manne
bildete?


38. Was jedoch mich betrifft - Allah ist mein Herr allein, und nie will ich meinem Herrn etwas andere zur
Seite stellen.


39. Warum hast du nicht damals, als du deinen Garten betratest, gesagt: "Wie Allah will; es gibt keine Macht,
au├čer bei Allah''? Wenn du mich auch geringer siehst als dich selbst an Besitz und Nachkommenschaft,


40. So wird vielleicht mein Herr mir Besseres geben als deinen Garten und wird auf ihn Donnerkeile vom
Himmel niedersenden, so da├č er zu einem ├Âden, schl├╝pfrigen Grunde wird,


41. Oder sein Wasser versiegt in den Boden so tief, da├č du nimmer imstande bist, es zu finden.┬╗


42. Da ward seine Frucht verw├╝stet, und er begann die H├Ąnde zu ringen ob all dessen, was er f├╝r den (Garten)
ausgegeben, dessen Spaliere mit ihm eingest├╝rzt waren. Er sprach: ┬źH├Ątte ich doch meinem Herrn niemanden
zur Seite gestellt!┬╗


43. Und er hatte keine Schar, ihm zu helfen gegen Allah, und er konnte sich selbst nicht wehren.


44. In solchem Falle (kommt) Schutz nur von Allah, dem Wahren. Er ist der Beste im Belohnen und der Beste,
was den Ausgang anlangt


45. Gib ihnen das Gleichnis vom irdischen Leben: Es ist wie das Wasser, das Wir vom Himmel niedersenden,
mit dem die Pflanzen der Erde sich s├Ąttigen, und dann werden sie d├╝rre Spreu, die der Wind verweht. Allah
hat Macht ├╝ber alle Dinge.


46. Besitz und Kinder sind Schmuck irdischen Lebens. Die bleibenden guten Werke aber sind lohnender bei
deinem Herrn und hoffnungsvoller.


47. Und (gedenke) des Tags, da Wir die Berge vergehen lassen werden, und du wirst die (V├Âlker der) Erde
(gegeneinander) hervorkommen sehen, und Wir werden sie versammeln und werden keinen von ihnen
zur├╝cklassen.


48. Und sie werden vor deinem Herrn aufgestellt werden in Reihen: ┬źNun seid ihr zu Uns gekommen, so wie
Wir euch erstmals erschufen. Ihr aber w├Ąhntet, Wir w├╝rden euch nie einen Tag der Erf├╝llung bestimmen.┬╗


49. Und das Buch wird (ihnen) vorgelegt, und du wirst die Schuldigen in Ängsten sehen ob dessen, was darin
ist; und sie werden sprechen: ┬źO wehe uns! was f├╝r ein Buch ist das! Es l├Ą├čt nichts aus, klein oder gro├č,
sondern h├Ąlt alles aufgezeichnet.┬╗ Und sie werden alles gegenw├Ąrtig finden, was sie getan; und dein Herr tut
keinem Unrecht.


50. Und (gedenke der Zeit) da Wir zu den Engeln sprachen: ┬źBezeuget Adam Ehrerbietung┬╗, und sie
bezeugten Ehrerbietung. Nur Iblis nicht. Er war einer der Dschinn, so war er ungehorsam gegen den Befehl
seines Herrn. Wollt ihr nun ihn und seine Nachkommenschaft zu Freunden nehmen statt Mich, und sie sind
eure Feinde? Schlimm ist der Eintausch f├╝r die Frevler.


51. Ich nahm sie nicht zu Zeugen bei der Sch├Âpfung der Himmel und der Erde, noch auch bei ihrer eigenen
Sch├Âpfung; nie ja nehme Ich die Verf├╝hrer zum Beistand.


52. Und (gedenke) des Tags, da Er sprechen wird: ┬źRufet die herbei, von denen ihr vorgabt, sie seien Meine
Teilhaber.┬╗ Dann werden sie sie rufen, doch sie werden ihnen nicht antworten; und Wir werden eine Schranke
zwischen sie setzen.


53. Und die Schuldigen sollen das Feuer sehen und ahnen, da├č sie hineinst├╝rzen werden; und sie sollen kein
Entrinnen daraus finden.


54. Wahrlich, Wir haben in diesem Koran f├╝r die Menschen Gleichnisse aller Art ausf├╝hrlich erl├Ąutert, doch
von allen Dingen ist der Mensch am streits├╝chtigsten.


55. Und nichts hinderte die Menschen daran, zu glauben, als die F├╝hrung zu ihnen kam, und ihren Herrn um
Verzeihung zu bitten, (sie warteten) denn, bis das Beispiel der Fr├╝heren ├╝ber sie k├Ąme oder die Strafe ihnen
offen vor Augen gestellt w├╝rde.


56. Und Wir schicken die Gesandten ja nur als Bringer froher Botschaft und als Warner. Die aber, die
ungl├Ąubig sind, streiten mit Falschheit, damit sie dadurch die Wahrheit widerlegen. Und sie verspotten Meine
Zeichen und das, womit sie gewarnt werden.


57. Und wer ist ungerechter als der, der an die Zeichen seines Herrn gemahnt wurde, er wandte sich aber ab
von ihnen und verga├č, was seine H├Ąnde vorausgeschickt hatten? Wahrlich, Wir haben Schleier ├╝ber ihre
Herzen gelegt, so da├č sie es nicht begreifen, und Taubheit in ihre Ohren. Und selbst wenn du sie zum rechten
Weg rufst, werden sie nie den rechten Weg einschlagen.


58. Dein Herr aber ist der Vergebungsreiche, voll der Barmherzigkeit. Wollte Er sie zur Rechenschaft zichen
f├╝r das, was sie verdienen, dann w├╝rde Er gewi├č ihre Bestrafung beschleunigen. Allein sie haben eine
festgesetzte Frist, gegen die sie keine Zuflucht finden werden.


59. Und diese St├Ądte! Wir zerst├Ârten sie, als sie Frevel begingen. Und Wir setzten eine Frist zu ihrer
Zerst├Ârung.


60. Und (gedenke der Zeit) da Moses zu seinem J├╝nger sprach: ┬źIch will nicht eher rasten, als bis ich den
Zusammenflu├č der beiden Meere erreicht habe, und sollte ich jahrhundertelang wandern.┬╗


61. Doch als sie den Zusammenflu├č der beiden (Meere) erreicht hatten, da verga├čen sie ihren Fisch; und er
nahm seinen Weg (und) entschl├╝pfte ins Meer.


62. Und als sie weitergegangen waren, sprach er zu seinem J├╝nger: ┬źBring uns unseren Imbi├č. Wir haben
wahrlich auf dieser unserer Reise viel M├╝hsal gelitten.┬╗


63. Er antwortete: ┬źHast du nicht gesehen, als wir auf dem Felsen rasteten und ich den Fisch verga├č - und
keiner als Satan machte es mich vergessen, seiner zu erw├Ąhnen - da nahm er seinen Weg ins Meer auf
wundersame Weise.┬╗


64. Er sprach: ┬źDas ist's, was wir suchten.┬╗ Da kehrten sie beide um und schritten zur├╝ck auf ihren Spuren.


65. Dann fanden sie einen Unserer Diener, dem Wir Unsere Barmherzigkeit verliehen und den Wir Wissen
gelehrt hatten von Uns Selbst.


66. Moses sprach zu ihm: ┬źDarf ich dir folgen, auf da├č du mich belehrest ├╝ber den rechten Weg, wie du ihn
gelehrt worden bist?┬╗


67. Er antwortete: ┬źDu vermagst nimmer bei mir auszuharren in Geduld.


68. Und wie verm├Âchtest du geduldig zu sein bei Dingen, die ├╝ber dein Begreifen sind?┬╗


69. Er sprach: ┬źDu wirst mich, so Allah will, geduldig finden, und ich werde gegen keinen deiner Befehle
ungehorsam sein.┬╗


70. Er sprach: ┬źWohlan, werm du mir folgen willst, so frage mich nach nichts, bis ich selbst zu dir dar├╝ber
rede.┬╗


71. So schritten sie beide f├╝rba├č, bis sie in ein Boot stiegen, in das er ein Loch hineinschlug. (Moses) sprach:
┬źSchlugst du ein Loch hinein, um seine Mannschaft zu ertr├Ąnken? F├╝rwahr, du hast etwas Schreckliches
getan!┬╗


72. Er antwortete: ┬źHabe ich nicht gesagt, du w├╝rdest es nimmer verm├Âgen, bei mir auszuharren in Geduld?┬╗


73. (Moses) sprach: ┬źStelle mich nicht zur Rede ob meines Vergessens und sei deswegen nicht streng mit
mir.┬╗


74. So zogen sie weiter, bis sie einen J├╝ngling trafen, den er erschlug (Moses) sprach: ┬źHast du einen
unschuldigen Menschen erschlagen, ohne da├č (er) einen andern (erschlagen)?┬╗ F├╝rwahr, du hast etwas
Entsetzliches getan!┬╗


75. Er antwortete: ┬źHabe ich dir nicht gesagt, du w├╝rdest es nimmer verm├Âgen, bei mir auszuharren in
Geduld?┬╗


76. (Moses) sprach: ┬źWenn ich dich hernach noch ├╝ber etwas befrage, so begleite mich nicht weiter; von mir
aus w├Ąrest du dann zu entschuldigen.┬╗


77. So zogen sie weiter, bis sie zum Volk einer Stadt gelangten und Gastfreundschaft von ihrem Volk erbaten,
diese aber weigerten sich, sie zu bewirten. Nun fanden sie dort eine Mauer, die einzust├╝rzen drohte. und er
richtete sie auf. (Moses) sprach: ┬źWenn du es gewollt, du h├Ąttest eine Belohnung daf├╝r erhalten k├Ânnen.┬╗


78. Er sprach: ┬źDies ist die Trennung zwischen mir und dir. Doch will ich dir die Deutung von dem sagen,
was du nicht in Geduld zu ertragen vermochtest.


79. Was das Boot anlangt, so geh├Ârte es armen Leuten, die auf dem Meer arbeiteten, und ich wollte es
schadhaft machen, denn hinter ihnen war ein K├Ânig, der jedes Boot kaperte


80. Und was den J├╝ngling anlangt, so waren seine Eltern Gl├Ąubige, und wir f├╝rchteten, er m├Âchte Schmach
├╝ber sie bringen durch Widersetzlichkeit und Unglauben.


81. So w├╝nschten wir da├č ihr Herr ihnen zum Tausch (ein Kind) gebe, besser als dieser an Lauterkeit und
n├Ąher in (kindlicher) Zuneigung.


82. Und was nun die Mauer anlangt, so geh├Ârte sie zwei Waisenknaben in der Stadt, und darunter lag ein
Schatz f├╝r sie, und ihr Vater war ein Rechtschaffener gewesen; so w├╝nschte dein Herr, da├č sie ihre
Vollj├Ąhrigkeit erreichen und ihren Schatz heben m├Âchten, als eine Barmherzigkeit von deinem Herrn; und ich
tat es nicht aus eignem Ermessen. Das ist die Deutung dessen, was du nicht in Geduld zu ertragen
vermochtest.┬╗


83. Und sie fragen dich nach Dhulqarn├Ąn. Sprich: ┬źIch will euch etwas von seiner Geschichte erz├Ąhlen.┬╗


84. Wir setzten ihn fest auf Erden und gaben ihm die Mittel zu a├╝em.


85. So folgte er einem Wege,


86. Bis er den Ort des Sonnenuntergangs erreichte; er fand sie in einem Quell von schlammigem Wasser
untergehen, und nahebei fand er ein Volk. Wir sprachen: ┬źO Dhulqarn├Ąn, entweder strafe oder behandle sie
mit G├╝te.┬╗


87. Er sprach: ┬źWer da frevelt, den werden wir sicherlich bestrafen; dann soll er zu seinem Herrn
zur├╝ckgebracht werden, und Er wird ihn mit furchtbarer Strafe strafen.


88. Wer aber gl├Ąubig ist und das Gute tut, dem wird herrlicher Lohn werden; und Wir werden zu ihm (Worte)
der Erleichterung Unseres Gebotes sprechen.┬╗


89. Darauf folgte er einem Wege,


90. Bis er den Ort des Sonnenaufgangs erreichte; er fand sie ├╝ber einem Volk aufgehen, dem Wir keinen
Schutz gegen sie gemacht hatten.


91. Also (war es); und Wir umfa├čen mit Wissen, wie es um ihn bestellt war.


92. Hierauf folgte er einem Weg,


93. Bis er zwischen die beiden Berge gelangte; er fand an ihrem Fu├č ein Volk, das kaum ein Wort verstehen
konnte.


94. Sie sprachen: ┬źO Dhulqarn├Ąn, Gog und Magog stiften Unordnung im Lande; sollen wir dir nun Tribut
zahlen unter der Bedingung, da├č du zwischen uns und ihnen eine Schranke errichtest?┬╗


95. Er antwortete: ┬źDie Macht, die mein Herr mir daf├╝r gegeben hat, ist besser, doch ihr m├Âgt mir den Arm
leihen, so will ich zwischen euch und ihnen eine starke Schranke errichten.


96. Bringt mir Eisenst├╝ke.┬╗ Als er die Kluft zwischen den beiden Bollwerken ausgef├╝llt hatte, sprach er:
┬źBlaset!┬╗ Als er es feurig gemacht hatte, sprach er: ┬źBringt mir geschmolzenes Kupfer, ich will es dar├╝ber
gie├čen!┬╗


97. So vermochten sie (Gog und Magog) nicht, sie (die Schranke) zu erklimmen, noch konnten sie sie
durchl├Âchern.


98. Er sprach: ┬źDas ist die Gnade meines Herrn; doch wenn die Verhei├čung meines Herrn in Erf├╝lluns geht,
Er wird sie zu Staub zerbrechens und die Verhei├čung meines Herrn ist wahr.┬╗


99. An jenem Tage werden Wir die einen von ihnen wie Wogen gegen die andern anst├╝rmen lassen, und in
die Trompete wird geblasen werden. Dann werden Wir sie versammeln allzumal.


100. Und vor Augen stellen Wir an jenem Tage den Ungl├Ąubigen die H├Âlle,


101. Ihnen, deren Augen vor Meiner Mahnung verh├╝llt waren und die nicht einmal h├Âren konnten.


102. W├Ąhnen die Ungl├Ąubigen etwa, sie k├Ânnten Meine Diener zu Besch├╝tzern nehmen statt Mich? Wahrlich,
Wir haben den Ungl├Ąubigen die H├Âlle zur Gastst├Ątte bereitet.


103. Sprich: ┬źSollen Wir euch die nennen, die in ihren Werken die gr├Â├čten Verlierer sind?


104. Die, deren M├╝he verloren ist in irdischem Leben; und sie denken, sie t├Ąten gar Gutes.┬╗


105. Das sind jene, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm leugnen. Darum sind ihre Werke
nichtig, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihnen kein Gewicht geben.


106. Dies ist ihr Lohn - die H├Âlle -, weil sie ungl├Ąubig waren und Spott trieben mit Meinen Zeichen und
Meinen Gesandten.


107. Wahrlich, jene, die da glauben und gute Werke tun, sie werden des Paradieses G├Ąrten zur Gastst├Ątte
haben,


108. Darin sie weilen werden immerdar; von diesen werden sie keinen Wechsel begehren.


109. Sprich: ┬źW├Ąre das Meer Tinte f├╝r die Worte meines Herrn, wahrlich, das Meer w├╝rde versiegen, ehe die
Worte meines Herrn zu Ende gingen, auch wenn Wir noch ein gleiches zur Hilfe br├Ąchten.┬╗


110. Sprich: ┬źIch bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist es offenbart worden, da├č euer Gott ein Einiger Gott
ist. M├Âge denn der, der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und keinen andern
einbeziehen in den Dienst an seinem Herrn.┬╗



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des Verbandes Moslemischer StudentInnen der Oregon State University.



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Makaleler « Der Heilige Kuran (Deutsch) »

» 1. Die ├ľffnung (Al-Fßtihah) » 30. Die R├Âmer (Ar-R├╝m) » 59. Die Versammlung (Al-Haschr)
» 87. Der Allerh├Âchste (Al-Ala) » 2. Die Kuh (Al-Baqarah) » 31. Luqmßn (Der Weise) (Luqmßn)
» 60. Die zu untersuchende Frau (Al-Mumtahanah) » 88. Das Umwerfende Ereignis (Al-Ghßschiyah) » 3. Das Haus ╠mrßns (Al-╠mrßn)
» 32. Die Anbetung (As-Sadschdah) » 61. Das Schlachtfeld (As-Saff) » 89. Die Morgendńmmerung (Al-Fadschr)
» 4. Die Frauen (An-Nisß) » 33. Die Verb├╝ndeten (Al-Ahzßb) » 62. Die Freitagsversammlung (Al-Dschumuah)
» 90. Die Stadt (Al-Balad) » 5. Der Tisch (Al-Mßedah) » 34. (Die Stadt) Saba (Saba)
» 63. Die Heuchler (Al-Munßfeq├╝n) » 91. Die Sonne (Asch-Schams) » 6. Das Vieh (Al-Anßm)
» 35. Der Ausgangspunkt der Sch├Âpfung (Fßtir) » 64. Wechselseitige Ab- und Zunahme (At-Taghßbun) » 92. Die Nacht (Al-Lńl)
» 7. Die H├Âhen (Al-AÓraf) » 36. Jß-SÝn » 65. Die Trennung (At-Talßq)
» 93. Der glorreiche Morgen (Ad-Duhß) » 8. Die Verderblichkeit des Krieges (Al-Anfßl) » 37. Jene eingereiht in Rńnge (As-Sßffßt)
» 66. Verbotene Sache (At-TahrÝm) » 94. Die Verbreitung (Asch-Scharh) » 9. Die Reue (At-Taubah)
» 38. Sßd » 67. Die Herrschaft (Al-Mulk) » 95. Die Feige (At-TÝn)
» 10. Jonas (Y├╝nus) » 39. Die Gruppen (Az-Zumar) » 68. Der Stift (Al-Qalam)
» 96. Der Blutklumpen (Al-Alaq) » 11. H├╝d » 40. Der Glńubige (Al-Mumin)
» 69. Die wirkliche Realitńt (Al-Hßqqah) » 97. Die kraftvolle Nacht (Al-Qadr) » 12. Joseph (Yusuf)
» 41. Fussilat » 70. Die Wege des Aufstiegs (Al-Maßridsch) » 98. Der klare Beweis (Al-Bayyinah)
» 13. Der Donner (Ar-Rad) » 42. Die Beratung (Asch-Sch├╝ra) » 71. Noah (N├╝h)
» 99. Die Zuckung (Az-Zalzalah) » 14. Abraham (IbrßhÝm) » 43. Der Goldschmuck (Az-Zuchruf)
» 72. Der Dschinn (Al-Dschinn) » 100. Die Laufenden (Al-Adiyßt) » 15. Der steinige Teil (Al-Hidschr)
» 44. Der Rauch (Ad-Duchßn) » 73. Der in Gewńnder Gekleidete (Al-Muzzammil) » 101. Der Tag des Geschreis (Al-Qßreah)
» 16. Die Biene (An-Nahl) » 45. Das Beugen des Knies (Al-Dschßthiyah) » 74. Der Verh├╝llte (Al-Muddassir)
» 102. Die Anhńufung (At-Takßthur) » 17. Die Nachtwanderung (Al-╠sraa) » 46. Al-Ahqßf
» 75. Die Untergang (Al-Qiyßmah) » 103. Die Zeit ├╝ber Generationen (Al-Asr) » 18. Die H├Âhle (Al-Kahf)
» 47. Mohammed » 76. Der Mensch (Al-Insßn) » 104. Der Skandal├Âse Hńndler (Al-Humazah)
» 19. Maria (Maryam) » 77. Die Davongesandten (Al-Mursalßt) » 105. Der Elefant (Al-FÝl)
» 20. Tß Hß » 49. Die Wohnungen (Al-Hudschurßt) » 78. Der Ereignis (An-Naba)
» 106. Quraisch » 21. Die Propheten (Al-Anbiyß) » 50. Qßf
» 79. Die Ausreisser (Al-Nßzeat) » 107. Bed├╝rfnisse der Nachbarn (Al-Mß├╝n) » 22. Die Pilgerfahrt (Al-Hadsch)
» 51. Die Winde der Zerstreuung (Al-Dhßriyßt) » 80. Der die Stirn runzelt (Abasa) » 108. Der ├ťberfluss (Al-Kauthar)
» 23. Die Glńubigen (Al-Momin├╝n) » 52. Der Berg (At-T├╝r) » 81. Der Zusammenklappende (At-TakwÝr)
» 109. Die Unglńubigen (Al-Kßfer├╝n) » 24. Das Licht (An-N├╝r) » 53. Der Stern (An-Nadschm)
» 82. Der Spaltet (Al-Inferßr) » 110. Die Hilfe (An-Nasr) » 25. Das Kennzeichen (Al-Furqßn)
» 54. Der Mond (Al-Qamar) » 83. Betruegerische Handlung (Al-MutafifÝn) » 111. Der Palmenfasern (Al-Masad)
» 26. Die Dichter (Ash-Shuarß) » 55. Der Gnadenvolle (Ar-Rahmßn) » 84. Der Zerfleischende (Al-Incheqßq)
» 112. Reinheit des Vertra├╝ns (Al-Ichlßs) » 27. Die Ameisen (An-Naml) » 56. Das unvermeidliche Ereignis (Al-Wßqeah)
» 85. Die Burgen (Al-Bur├╝dsch) » 113. Die Morgendńmmerung (Al-Falaq) » 28. Die Erzńhlung (Al-Qasas)
» 57. Das Eisen (Al-HadÝd) » 86. Der nńchtliche Besucher (At-Tßriq) » 114. Die Menschheit (An-Nßs)
» 29. Die Spinne (Al-Ankab├╝t) » 58. Die flehende Frau (Al-Mudschßdelah)