Kullanıcı Adı:  Üye Olacağım
Şifre:  Şifremi Unuttum!
Hatırla?  

30 Jun 2010 18. Die Höhle (Al-Kahf)

18. Die Höhle (Al-Kahf)


Offenbart vor der Hidschra. Dieses Kapitel enthält 110 Verse.


Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.


1. Aller Preis gehört Allah, Der zu Seinem Diener das Buch herabsandte und nichts Krummes darein legte -


2. Als Wegweiser, damit es strenge Strafe von Ihm androhe und den Gläubigen, die gute Werke tun, die frohe
Botschaft bringe, daß ihnen ein schöner Lohn wird,


3. Worin sie weilen werden immerdar;


4. Und damit es jene warne, die da sagen: «Allah hat Sich einen Sohn beigesellt.»


5. Sie haben keinerlei Kenntnis davon, noch hatten es ihre Väter. Groß ist das Wort, das aus ihrem Munde
kommt. Sie sprechen nichts als Lüge.


6. So wirst du dich vielleicht noch zu Tode grämen aus Kummer über sie, wenn sie dieser Rede nicht glauben.


7. Siehe, Wir schufen alles, was auf Erden ist, zu einem Schmuck für sie, auf daß Wir sie prüfen, wer unter
ihnen der Beste im Wirken ist.


8. Und siehe, Wir werden alles, was auf ihr ist, in dürren Wüstenstaub verwandeln.


9. Meinst du wohl, die Gefährten in der Höhle und der Inschrift seien ein Wunder unter Unseren Zeichen?


10. Als die Jünglinge in der Höhle Zuflucht nahmen und sprachen: «Unser Herr, gewähre uns Barmherzigkeit
von Dir aus und bereite uns einen Weg in unserer Sache.»


11. AIso versiegelten Wir ihre Ohren in der Höhle auf eine Anzahl von Jahren.


12. Dann erweckten Wir sie, auf daß Wir erführen welche von den beiden Scharen die Zeit ihres Verweilens
am besten berechnet hatte.


13. Wir wollen dir ihre Geschichte der Wahrheit gemäß berichten: Sie waren Jünglinge, die an ihren Herrn
glaubten, und Wir liesscn sie zunehmen an Führung.


14. Und Wir stärkten ihre Herzen, als sie aufstanden und sprachen: «Unser Herr ist der Herr der Himmel und
der Erde. Nie werden wir einen Gott anrufen außer Ihm: sonst würden wir ja eine Ungeheuerlichkeit
aussprechen.


15. Dieses unser Volk hat Götter statt Ihn angenommen. Warum bringen sie dann nicht einen klaren Beweis
dafür? Und wer verübt größeren Frevel, als wer eine Lüge gegen Allah erdichtet?


16. Und wenn ihr euch nun von ihnen und dem, was sie statt Allah anbeten, zurückzieht, so suchet Zuflucht in
der Höhle; euer Herr wird Seine Barmherzigkeit über euch breiten und euch einen tröstlichen Ausweg aus
eurer Lage weisen.»


17. Und du hättest sehen können, wie die Sonne, da sie aufging, sich von ihrer Höhle rechtshin wegneigte, und
da sie unterging, sich von ihnen linkshin abwandte; und sie waren in einem Hohlraum inmitten. Das gehört zu
den Zeichen Allahs. Wen Allah leitet, der ist rechtgeleitet; doch wen Er irregehen läßt, für den wirst du auf
keine Weise einen Helfer (und) Führer finden.


18. Du könntest sie für wach halten, indes sie schlafen; und Wir werden sie auf die rechte Seite und auf die
linke sich umdrehen lassen, während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckt. Hättest du sie
so erblickt, du würdest dich gewiß vor ihnen zur Flucht gewandt haben und wärest mit Grausen vor ihnen
erfüllt gewesen.


19. Und so erweckten Wir sie, damit sie einander befragen möchten. Ein Sprecher unter ihnen sprach: «Wie
lange habt ihr verweilt?» Sie sprachen: «Wir verweilten einen Tag oder den Teil eines Tages.» (Andere)
sprachen: «Euer Herr kennt am besten die (Zeit), die ihr verweilt habt. Nun entsendet einen von euch mit
dieser eurer Silbermünze zur Stadt; und er soll sehen, wer von ihren (Bewohnern) die reinste Speise hat, und
soll euch davon Vorrat bringen. Er muß aber geschmeidig sein und soll ja keinem über euch Kunde geben.


20. Denn wenn sie von euch erfahren sollten, sie werden euch steinigen oder euch zu ihrem Glauben
zurückbringen, und ihr werdet dann nimmermehr glücklich sein.»


21. Und so entdeckten Wir sie (den Menschen), damit sie erkennen möchten, daß Allahs Verheißung wahr ist
und daß über die «Stunde» kein Zweifel ist. (Und gedenke der Zeit) als die Leute untereinander stritten über
sie und sprachen: «Bauet ein Gebäude über ihnen.» Ihr Herr wußte sie am besten. Jene, deren Ansicht
obsiegte, sprachen: «Wir wollen unbedingt ein Bethaus über ihnen errichten.»


22. Manche sagen: «(Sie waren ihrer) drei, ihr vierter war ihr Hund», und (andere) sagen: «(Sie waren) fünf,
ihr sechster war ihr Hund», indem sie herumraten im Dunkel, und (wieder andere) sagen: «(Sie waren) sieben,
ihr achter war ihr Hund.» Sprich: «Mein Herr kennt am besten ihre Zahl. Niemand weiß sie, außer einigen
wenigen » So streite nicht über sie, es sei denn durch zwingendes Beweisen, und suche nicht Kunde über sie
bei irgendeinem von ihnen.


23. Und sprich nie von einer Sache: «Ich werde es morgen tun»,


24. Es sei denn: «So Allah will» Und gedenke deines Herrn, wenn du es vergessen hast, und sprich: «Ich
hoffe, mein Herr wird mich noch näher als dies zum rechten Wege führen.»


25. Und sie blieben dreihundert Jahre lang in ihrer Höhle, noch neun hinzugefügt


26. Sprich: «Allah weiß am besten, wie lange sie verweilten.» Sein sind die Geheimnisse der Himmel und der
Erde. Wie sehend ist Er! und wie hörend! Sie haben keinen Helfer außer Ihm, und Er teilt Seine Befehlsgewalt
mit keinem.


27. Und verlies, was dir von dem Buche deines Herrn offenbart ward. Da ist keiner, der Seine Worte verändern
könnte, und du wirst außer Ihm keine Zuflucht finden.


28. Halte dich zu denen, die ihren Herrn anrufen des Morgens und des Abends, im Trachten nach Seinem
Wohlgefallen; und laß deine Blicke nicht über sie hinauswandern, indem du nach dem Gepränge des irdischen
Lebens begehrst; und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir achtlos machten der Erinnerung an Uns, der
seinen bösen Gelüsten folgt und dessen Fall ein äußerster ist.


29. Und sprich: «Die Wahrheit ist es von eurem Herrn: darum laß den gläubig sein, der will, und den
ungläubig sein, der will.» Siehe, Wir haben für die Frevler ein Feuer bereitet, dessen Zelt sie umschließen
wird. Wenn sie dann um Hilfe schreien, so wird ihnen geholfen werden mit Wasser gleich geschmolzenem
Blei, das die Gesichter verbrennt. Wie schrecklich ist der Trank, und wie schlimm ist das (Feuer) als
Lagerstatt!


30. Wahrlich, die da glauben und gute Werke tun - wahrlich, Wir lassen den Lohn derjenigen, die gute Werke
tun, nicht verloren gehn.


31. Sie sind es, die Gärten der Ewigkeit besitzen werden, durch welche Ströme fließen. Darinnen werden sie
geschmückt sein mit Armspangen von Gold und gekleidet in grüne Gewänder aus feiner Seide und schwerem
Brokat, darin lehnend auf erhöhten Sitzen. Wie herrlich der Lohn und wie schön die Stätte der Rast!


32. Und stelle ihnen das Gleichnis von zwei Männern: für den einen von ihnen schufen Wir zwei Rebengärten
und umgaben sie mit Dattelpalmen, und dazwischen legten Wir Kornfelder an.


33. Beide Gärten brachten ihre Früchte hervor und versagten in nichts. Und in ihrer Mitte ließen Wir einen
Strom fließen.


34. Und es ward ihm Frucht. Er sprach zu seinem Gefährten, indem er (prahlerisch) mit ihm redete: «Ich bin
reicher als du an Besitz und mächtiger an Gefolgschaft.»


35. Und er betrat seinen Garten, während er sündig gegen die eigene Seele war. Er sprach: «Ich kann mir nicht
vorstellen, daß dieser je zugrunde gehen wird,


36. Noch glaube ich, daß die "Stunde" heraufkommen wird. Selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgebracht
werde, so werde ich ganz gewiß einen besseren Aufenthalt als diesen finden.»


37. Sein Gefährte sprach zu ihm, indem er sich mit ihm auseinandersetzte: «Glaubst du denn nicht an Ihn, Der
dich aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Samentropfen, dann dich zu einem vollkommenen Manne
bildete?


38. Was jedoch mich betrifft - Allah ist mein Herr allein, und nie will ich meinem Herrn etwas andere zur
Seite stellen.


39. Warum hast du nicht damals, als du deinen Garten betratest, gesagt: "Wie Allah will; es gibt keine Macht,
außer bei Allah''? Wenn du mich auch geringer siehst als dich selbst an Besitz und Nachkommenschaft,


40. So wird vielleicht mein Herr mir Besseres geben als deinen Garten und wird auf ihn Donnerkeile vom
Himmel niedersenden, so daß er zu einem öden, schlüpfrigen Grunde wird,


41. Oder sein Wasser versiegt in den Boden so tief, daß du nimmer imstande bist, es zu finden.»


42. Da ward seine Frucht verwüstet, und er begann die Hände zu ringen ob all dessen, was er für den (Garten)
ausgegeben, dessen Spaliere mit ihm eingestürzt waren. Er sprach: «Hätte ich doch meinem Herrn niemanden
zur Seite gestellt!»


43. Und er hatte keine Schar, ihm zu helfen gegen Allah, und er konnte sich selbst nicht wehren.


44. In solchem Falle (kommt) Schutz nur von Allah, dem Wahren. Er ist der Beste im Belohnen und der Beste,
was den Ausgang anlangt


45. Gib ihnen das Gleichnis vom irdischen Leben: Es ist wie das Wasser, das Wir vom Himmel niedersenden,
mit dem die Pflanzen der Erde sich sättigen, und dann werden sie dürre Spreu, die der Wind verweht. Allah
hat Macht über alle Dinge.


46. Besitz und Kinder sind Schmuck irdischen Lebens. Die bleibenden guten Werke aber sind lohnender bei
deinem Herrn und hoffnungsvoller.


47. Und (gedenke) des Tags, da Wir die Berge vergehen lassen werden, und du wirst die (Völker der) Erde
(gegeneinander) hervorkommen sehen, und Wir werden sie versammeln und werden keinen von ihnen
zurücklassen.


48. Und sie werden vor deinem Herrn aufgestellt werden in Reihen: «Nun seid ihr zu Uns gekommen, so wie
Wir euch erstmals erschufen. Ihr aber wähntet, Wir würden euch nie einen Tag der Erfüllung bestimmen.»


49. Und das Buch wird (ihnen) vorgelegt, und du wirst die Schuldigen in Ängsten sehen ob dessen, was darin
ist; und sie werden sprechen: «O wehe uns! was für ein Buch ist das! Es läßt nichts aus, klein oder groß,
sondern hält alles aufgezeichnet.» Und sie werden alles gegenwärtig finden, was sie getan; und dein Herr tut
keinem Unrecht.


50. Und (gedenke der Zeit) da Wir zu den Engeln sprachen: «Bezeuget Adam Ehrerbietung», und sie
bezeugten Ehrerbietung. Nur Iblis nicht. Er war einer der Dschinn, so war er ungehorsam gegen den Befehl
seines Herrn. Wollt ihr nun ihn und seine Nachkommenschaft zu Freunden nehmen statt Mich, und sie sind
eure Feinde? Schlimm ist der Eintausch für die Frevler.


51. Ich nahm sie nicht zu Zeugen bei der Schöpfung der Himmel und der Erde, noch auch bei ihrer eigenen
Schöpfung; nie ja nehme Ich die Verführer zum Beistand.


52. Und (gedenke) des Tags, da Er sprechen wird: «Rufet die herbei, von denen ihr vorgabt, sie seien Meine
Teilhaber.» Dann werden sie sie rufen, doch sie werden ihnen nicht antworten; und Wir werden eine Schranke
zwischen sie setzen.


53. Und die Schuldigen sollen das Feuer sehen und ahnen, daß sie hineinstürzen werden; und sie sollen kein
Entrinnen daraus finden.


54. Wahrlich, Wir haben in diesem Koran für die Menschen Gleichnisse aller Art ausführlich erläutert, doch
von allen Dingen ist der Mensch am streitsüchtigsten.


55. Und nichts hinderte die Menschen daran, zu glauben, als die Führung zu ihnen kam, und ihren Herrn um
Verzeihung zu bitten, (sie warteten) denn, bis das Beispiel der Früheren über sie käme oder die Strafe ihnen
offen vor Augen gestellt würde.


56. Und Wir schicken die Gesandten ja nur als Bringer froher Botschaft und als Warner. Die aber, die
ungläubig sind, streiten mit Falschheit, damit sie dadurch die Wahrheit widerlegen. Und sie verspotten Meine
Zeichen und das, womit sie gewarnt werden.


57. Und wer ist ungerechter als der, der an die Zeichen seines Herrn gemahnt wurde, er wandte sich aber ab
von ihnen und vergaß, was seine Hände vorausgeschickt hatten? Wahrlich, Wir haben Schleier über ihre
Herzen gelegt, so daß sie es nicht begreifen, und Taubheit in ihre Ohren. Und selbst wenn du sie zum rechten
Weg rufst, werden sie nie den rechten Weg einschlagen.


58. Dein Herr aber ist der Vergebungsreiche, voll der Barmherzigkeit. Wollte Er sie zur Rechenschaft zichen
für das, was sie verdienen, dann würde Er gewiß ihre Bestrafung beschleunigen. Allein sie haben eine
festgesetzte Frist, gegen die sie keine Zuflucht finden werden.


59. Und diese Städte! Wir zerstörten sie, als sie Frevel begingen. Und Wir setzten eine Frist zu ihrer
Zerstörung.


60. Und (gedenke der Zeit) da Moses zu seinem Jünger sprach: «Ich will nicht eher rasten, als bis ich den
Zusammenfluß der beiden Meere erreicht habe, und sollte ich jahrhundertelang wandern.»


61. Doch als sie den Zusammenfluß der beiden (Meere) erreicht hatten, da vergaßen sie ihren Fisch; und er
nahm seinen Weg (und) entschlüpfte ins Meer.


62. Und als sie weitergegangen waren, sprach er zu seinem Jünger: «Bring uns unseren Imbiß. Wir haben
wahrlich auf dieser unserer Reise viel Mühsal gelitten.»


63. Er antwortete: «Hast du nicht gesehen, als wir auf dem Felsen rasteten und ich den Fisch vergaß - und
keiner als Satan machte es mich vergessen, seiner zu erwähnen - da nahm er seinen Weg ins Meer auf
wundersame Weise.»


64. Er sprach: «Das ist's, was wir suchten.» Da kehrten sie beide um und schritten zurück auf ihren Spuren.


65. Dann fanden sie einen Unserer Diener, dem Wir Unsere Barmherzigkeit verliehen und den Wir Wissen
gelehrt hatten von Uns Selbst.


66. Moses sprach zu ihm: «Darf ich dir folgen, auf daß du mich belehrest über den rechten Weg, wie du ihn
gelehrt worden bist?»


67. Er antwortete: «Du vermagst nimmer bei mir auszuharren in Geduld.


68. Und wie vermöchtest du geduldig zu sein bei Dingen, die über dein Begreifen sind?»


69. Er sprach: «Du wirst mich, so Allah will, geduldig finden, und ich werde gegen keinen deiner Befehle
ungehorsam sein.»


70. Er sprach: «Wohlan, werm du mir folgen willst, so frage mich nach nichts, bis ich selbst zu dir darüber
rede.»


71. So schritten sie beide fürbaß, bis sie in ein Boot stiegen, in das er ein Loch hineinschlug. (Moses) sprach:
«Schlugst du ein Loch hinein, um seine Mannschaft zu ertränken? Fürwahr, du hast etwas Schreckliches
getan!»


72. Er antwortete: «Habe ich nicht gesagt, du würdest es nimmer vermögen, bei mir auszuharren in Geduld?»


73. (Moses) sprach: «Stelle mich nicht zur Rede ob meines Vergessens und sei deswegen nicht streng mit
mir.»


74. So zogen sie weiter, bis sie einen Jüngling trafen, den er erschlug (Moses) sprach: «Hast du einen
unschuldigen Menschen erschlagen, ohne daß (er) einen andern (erschlagen)?» Fürwahr, du hast etwas
Entsetzliches getan!»


75. Er antwortete: «Habe ich dir nicht gesagt, du würdest es nimmer vermögen, bei mir auszuharren in
Geduld?»


76. (Moses) sprach: «Wenn ich dich hernach noch über etwas befrage, so begleite mich nicht weiter; von mir
aus wärest du dann zu entschuldigen.»


77. So zogen sie weiter, bis sie zum Volk einer Stadt gelangten und Gastfreundschaft von ihrem Volk erbaten,
diese aber weigerten sich, sie zu bewirten. Nun fanden sie dort eine Mauer, die einzustürzen drohte. und er
richtete sie auf. (Moses) sprach: «Wenn du es gewollt, du hättest eine Belohnung dafür erhalten können.»


78. Er sprach: «Dies ist die Trennung zwischen mir und dir. Doch will ich dir die Deutung von dem sagen,
was du nicht in Geduld zu ertragen vermochtest.


79. Was das Boot anlangt, so gehörte es armen Leuten, die auf dem Meer arbeiteten, und ich wollte es
schadhaft machen, denn hinter ihnen war ein König, der jedes Boot kaperte


80. Und was den Jüngling anlangt, so waren seine Eltern Gläubige, und wir fürchteten, er möchte Schmach
über sie bringen durch Widersetzlichkeit und Unglauben.


81. So wünschten wir daß ihr Herr ihnen zum Tausch (ein Kind) gebe, besser als dieser an Lauterkeit und
näher in (kindlicher) Zuneigung.


82. Und was nun die Mauer anlangt, so gehörte sie zwei Waisenknaben in der Stadt, und darunter lag ein
Schatz für sie, und ihr Vater war ein Rechtschaffener gewesen; so wünschte dein Herr, daß sie ihre
Volljährigkeit erreichen und ihren Schatz heben möchten, als eine Barmherzigkeit von deinem Herrn; und ich
tat es nicht aus eignem Ermessen. Das ist die Deutung dessen, was du nicht in Geduld zu ertragen
vermochtest.»


83. Und sie fragen dich nach Dhulqarnän. Sprich: «Ich will euch etwas von seiner Geschichte erzählen.»


84. Wir setzten ihn fest auf Erden und gaben ihm die Mittel zu aüem.


85. So folgte er einem Wege,


86. Bis er den Ort des Sonnenuntergangs erreichte; er fand sie in einem Quell von schlammigem Wasser
untergehen, und nahebei fand er ein Volk. Wir sprachen: «O Dhulqarnän, entweder strafe oder behandle sie
mit Güte.»


87. Er sprach: «Wer da frevelt, den werden wir sicherlich bestrafen; dann soll er zu seinem Herrn
zurückgebracht werden, und Er wird ihn mit furchtbarer Strafe strafen.


88. Wer aber gläubig ist und das Gute tut, dem wird herrlicher Lohn werden; und Wir werden zu ihm (Worte)
der Erleichterung Unseres Gebotes sprechen.»


89. Darauf folgte er einem Wege,


90. Bis er den Ort des Sonnenaufgangs erreichte; er fand sie über einem Volk aufgehen, dem Wir keinen
Schutz gegen sie gemacht hatten.


91. Also (war es); und Wir umfaßen mit Wissen, wie es um ihn bestellt war.


92. Hierauf folgte er einem Weg,


93. Bis er zwischen die beiden Berge gelangte; er fand an ihrem Fuß ein Volk, das kaum ein Wort verstehen
konnte.


94. Sie sprachen: «O Dhulqarnän, Gog und Magog stiften Unordnung im Lande; sollen wir dir nun Tribut
zahlen unter der Bedingung, daß du zwischen uns und ihnen eine Schranke errichtest?»


95. Er antwortete: «Die Macht, die mein Herr mir dafür gegeben hat, ist besser, doch ihr mögt mir den Arm
leihen, so will ich zwischen euch und ihnen eine starke Schranke errichten.


96. Bringt mir Eisenstüke.» Als er die Kluft zwischen den beiden Bollwerken ausgefüllt hatte, sprach er:
«Blaset!» Als er es feurig gemacht hatte, sprach er: «Bringt mir geschmolzenes Kupfer, ich will es darüber
gießen!»


97. So vermochten sie (Gog und Magog) nicht, sie (die Schranke) zu erklimmen, noch konnten sie sie
durchlöchern.


98. Er sprach: «Das ist die Gnade meines Herrn; doch wenn die Verheißung meines Herrn in Erfülluns geht,
Er wird sie zu Staub zerbrechens und die Verheißung meines Herrn ist wahr.»


99. An jenem Tage werden Wir die einen von ihnen wie Wogen gegen die andern anstürmen lassen, und in
die Trompete wird geblasen werden. Dann werden Wir sie versammeln allzumal.


100. Und vor Augen stellen Wir an jenem Tage den Ungläubigen die Hölle,


101. Ihnen, deren Augen vor Meiner Mahnung verhüllt waren und die nicht einmal hören konnten.


102. Wähnen die Ungläubigen etwa, sie könnten Meine Diener zu Beschützern nehmen statt Mich? Wahrlich,
Wir haben den Ungläubigen die Hölle zur Gaststätte bereitet.


103. Sprich: «Sollen Wir euch die nennen, die in ihren Werken die größten Verlierer sind?


104. Die, deren Mühe verloren ist in irdischem Leben; und sie denken, sie täten gar Gutes.»


105. Das sind jene, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm leugnen. Darum sind ihre Werke
nichtig, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihnen kein Gewicht geben.


106. Dies ist ihr Lohn - die Hölle -, weil sie ungläubig waren und Spott trieben mit Meinen Zeichen und
Meinen Gesandten.


107. Wahrlich, jene, die da glauben und gute Werke tun, sie werden des Paradieses Gärten zur Gaststätte
haben,


108. Darin sie weilen werden immerdar; von diesen werden sie keinen Wechsel begehren.


109. Sprich: «Wäre das Meer Tinte für die Worte meines Herrn, wahrlich, das Meer würde versiegen, ehe die
Worte meines Herrn zu Ende gingen, auch wenn Wir noch ein gleiches zur Hilfe brächten.»


110. Sprich: «Ich bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist es offenbart worden, daß euer Gott ein Einiger Gott
ist. Möge denn der, der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und keinen andern
einbeziehen in den Dienst an seinem Herrn.»



Home Page
des Verbandes Moslemischer StudentInnen der Oregon State University.



Share on Facebook! Share on Twitter! StumbleUpon

Makaleler « Der Heilige Kuran (Deutsch) »

» 1. Die Öffnung (Al-Ftihah) » 30. Die Römer (Ar-Rüm) » 59. Die Versammlung (Al-Haschr)
» 87. Der Allerhöchste (Al-Ala) » 2. Die Kuh (Al-Baqarah) » 31. Luqmn (Der Weise) (Luqmn)
» 60. Die zu untersuchende Frau (Al-Mumtahanah) » 88. Das Umwerfende Ereignis (Al-Ghschiyah) » 3. Das Haus mrns (Al-mrn)
» 32. Die Anbetung (As-Sadschdah) » 61. Das Schlachtfeld (As-Saff) » 89. Die Morgendmmerung (Al-Fadschr)
» 4. Die Frauen (An-Nis) » 33. Die Verbündeten (Al-Ahzb) » 62. Die Freitagsversammlung (Al-Dschumuah)
» 90. Die Stadt (Al-Balad) » 5. Der Tisch (Al-Medah) » 34. (Die Stadt) Saba (Saba)
» 63. Die Heuchler (Al-Munfeqün) » 91. Die Sonne (Asch-Schams) » 6. Das Vieh (Al-Anm)
» 35. Der Ausgangspunkt der Schöpfung (Ftir) » 64. Wechselseitige Ab- und Zunahme (At-Taghbun) » 92. Die Nacht (Al-Ll)
» 7. Die Höhen (Al-Araf) » 36. J-Sn » 65. Die Trennung (At-Talq)
» 93. Der glorreiche Morgen (Ad-Duh) » 8. Die Verderblichkeit des Krieges (Al-Anfl) » 37. Jene eingereiht in Rnge (As-Sfft)
» 66. Verbotene Sache (At-Tahrm) » 94. Die Verbreitung (Asch-Scharh) » 9. Die Reue (At-Taubah)
» 38. Sd » 67. Die Herrschaft (Al-Mulk) » 95. Die Feige (At-Tn)
» 10. Jonas (Yünus) » 39. Die Gruppen (Az-Zumar) » 68. Der Stift (Al-Qalam)
» 96. Der Blutklumpen (Al-Alaq) » 11. Hüd » 40. Der Glubige (Al-Mumin)
» 69. Die wirkliche Realitt (Al-Hqqah) » 97. Die kraftvolle Nacht (Al-Qadr) » 12. Joseph (Yusuf)
» 41. Fussilat » 70. Die Wege des Aufstiegs (Al-Maridsch) » 98. Der klare Beweis (Al-Bayyinah)
» 13. Der Donner (Ar-Rad) » 42. Die Beratung (Asch-Schüra) » 71. Noah (Nüh)
» 99. Die Zuckung (Az-Zalzalah) » 14. Abraham (Ibrhm) » 43. Der Goldschmuck (Az-Zuchruf)
» 72. Der Dschinn (Al-Dschinn) » 100. Die Laufenden (Al-Adiyt) » 15. Der steinige Teil (Al-Hidschr)
» 44. Der Rauch (Ad-Duchn) » 73. Der in Gewnder Gekleidete (Al-Muzzammil) » 101. Der Tag des Geschreis (Al-Qreah)
» 16. Die Biene (An-Nahl) » 45. Das Beugen des Knies (Al-Dschthiyah) » 74. Der Verhüllte (Al-Muddassir)
» 102. Die Anhufung (At-Takthur) » 17. Die Nachtwanderung (Al-sraa) » 46. Al-Ahqf
» 75. Die Untergang (Al-Qiymah) » 103. Die Zeit über Generationen (Al-Asr) » 18. Die Höhle (Al-Kahf)
» 47. Mohammed » 76. Der Mensch (Al-Insn) » 104. Der Skandalöse Hndler (Al-Humazah)
» 19. Maria (Maryam) » 77. Die Davongesandten (Al-Mursalt) » 105. Der Elefant (Al-Fl)
» 20. T H » 49. Die Wohnungen (Al-Hudschurt) » 78. Der Ereignis (An-Naba)
» 106. Quraisch » 21. Die Propheten (Al-Anbiy) » 50. Qf
» 79. Die Ausreisser (Al-Nzeat) » 107. Bedürfnisse der Nachbarn (Al-Mün) » 22. Die Pilgerfahrt (Al-Hadsch)
» 51. Die Winde der Zerstreuung (Al-Dhriyt) » 80. Der die Stirn runzelt (Abasa) » 108. Der Überfluss (Al-Kauthar)
» 23. Die Glubigen (Al-Mominün) » 52. Der Berg (At-Tür) » 81. Der Zusammenklappende (At-Takwr)
» 109. Die Unglubigen (Al-Kferün) » 24. Das Licht (An-Nür) » 53. Der Stern (An-Nadschm)
» 82. Der Spaltet (Al-Inferr) » 110. Die Hilfe (An-Nasr) » 25. Das Kennzeichen (Al-Furqn)
» 54. Der Mond (Al-Qamar) » 83. Betruegerische Handlung (Al-Mutafifn) » 111. Der Palmenfasern (Al-Masad)
» 26. Die Dichter (Ash-Shuar) » 55. Der Gnadenvolle (Ar-Rahmn) » 84. Der Zerfleischende (Al-Incheqq)
» 112. Reinheit des Vertraüns (Al-Ichls) » 27. Die Ameisen (An-Naml) » 56. Das unvermeidliche Ereignis (Al-Wqeah)
» 85. Die Burgen (Al-Burüdsch) » 113. Die Morgendmmerung (Al-Falaq) » 28. Die Erzhlung (Al-Qasas)
» 57. Das Eisen (Al-Hadd) » 86. Der nchtliche Besucher (At-Triq) » 114. Die Menschheit (An-Ns)
» 29. Die Spinne (Al-Ankabüt) » 58. Die flehende Frau (Al-Mudschdelah)