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30 Jun 2010 14. Abraham (Ibrhm)

14. Abraham (Ibráhím)


Offenbart vor der Hidschra. Dieses Kapitel enthält 52 Verse.


Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.


1. Alif Lám Rá. Ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, auf daß du die Menschheit aus den
Finsternissen zum Licht führen mögest nach ihres Herrn Gebot auf den Weg des Allmächtigen, des
Preiswürdigen -


2. Allahs, Dessen ist, was in den Himmeln ist und was auf Erden. Und wehe den Ungläubigen ob der
schrecklichen Strafe.


3. Jenen, die das Leben hienieden dem Jenseits vorziehen und abwendig machen von Allahs Pfad und ihn zu
krümmen trachten. Sie sind es, die sich im großen Irrtum befinden.


4. Wir schickten keinen Gesandten, es sei denn mit der Sprache seines Volkes, auf daß er sie aufkläre. Dann
erklärt Allah zum Irrenden, wen Er will, und führt richtig, wen Er will. Denn Er ist der Allmächtige, der
Allweise.


5. Wir entsandten Moses mit Unseren Zeichen (und sprachen): «Führe dein Volk aus den Finsternissen zum
Licht und gemahne es an die Tage Allahs.» Wahrlich, darin sind Zeichen für jeden Geduldigen, Dankbaren.


6. Und (erinnere dich) wie Moses zu seinem Volke sprach: «Seid eingedenk der Gnade Allahs gegen euch, als
Er euch errettete vor den Leuten Pharaos, die euch mit schlimmer Qual bedrückten, eure Söhne erschlugen und
eure Frauen am Leben ließen; und darin lag eine schwere Prüfung für euch von eurem Herrn.»


7. Und (gedenket der Zeit) da euer Herr ankündigte: «Wenn ihr dankbar seid, so will Ich euch fürwahr mehr
geben; seid ihr aber undankbar, dann ist Meine Strafe wahrlich streng.»


8. Und Moses sprach: «Wenn ihr ungläubig seid, ihr und wer sonst auf Erden ist allesamt - wahrlich, Allah ist
Sich Selbst genügend, preiswürdig.»


9. Kam nicht zu euch die Kunde von jenen, die vor euch waren, von dem Volk Noahs und (den Stämmen) Àd
und Thamüd, und von denen, die nach ihnen lebten? Niemand kennt sie außer Allah. Ihre Gesandten kamen zu
ihnen mit deutlichen Zeichen, jedoch sie hielten ihnen die Hände vor den Mund und sprachen: «Wir glauben
nicht an das, womit ihr gesandt seid, und wir sind fürwahr in beunruhigendem Zweifel über das, wozu ihr uns
auffordert.»


10. Ihre Gesandten sprachen: «Ist etwa ein Zweifel über Allah, den Schöpfer der Himmel und der Erde? Er ruft
euch, damit Er euch eure Sünden vergebe und euch Aufschub gewähre bis zu einer bestimmten Frist.» Sie
sprachen: «Ihr seid nur Menschen wie wir; ihr wollt uns abwendig machen von dem, was unsere Väter zu
verehren pflegten. So bringt uns einen deutlichen Beweis.»


11. Ihre Gesandten sprachen zu ihnen: «Wir sind nur Menschen wie ihr, jedoch Allah erweist Gnade, wem Er
will von Seinen Dienern. Und es kommt uns nicht zu, euch einen Beweis zu bringen, es sei denn auf Allahs
Gebot. Und auf Allah sollten die Gläubigen vertrauen.


12. Und warum sollten wir nicht auf Allah vertrauen, wo Er uns unsere Wege gewiesen hat? Und wir wollen
gewiß mit Geduld alles ertragen, was ihr uns an Leid zufügt. Auf Allah denn mögen vertrauen die
Vertrauenden.»


13. Und die, welche ungläubig waren, sprachen zu ihren Gesandten: «Wir werden euch sicherlich aus unserem
Land vertreiben, ihr kehret denn zu unserer Religion zurück.» Da sandte ihr Herr ihnen die Offenbarung:
«Wahrlich, Wir werden die Frevler vertilgen.


14. Und Wir werden euch fürwahr nach ihnen das Land bewohnen lassen. Das ist für den, der vor Mir zu
stehen fürchtet und der Meine Warnung fürchtet.»


15. Sie beteten um Sieg, und (darauthin) kam jeder hochmütige Feind zuschanden.


16. Vor ihm liegt die Hölle; und getränkt soll er werden mit siedendem Wasser.


17. Er soll daran nippen und soll nicht imstande sein, es leicht hinunterzuschlucken. Und der Tod soll zu ihm
kommen von allen Seiten, doch soll er nicht sterben. Und außerdem ist noch eine strenge Strafe.


18. Das Gleichnis derer, die nicht an ihren Herrn g!auben, ist: Ihre Werke sind gleich Asche, auf die der Wind
an einem stürmischen Tag heftig bläst. Sie sollen keine Macht haben über das, was sie verdienen. Das ist
fürwahr das äußerste Verderben.


19. Siehst du denn nicht, daß Allah die Himmel und die Erde in Weisheit geschaffen hat? Wenn es Ihm
gefällt, so kann Er euch von hinnen nehmen und eine neue Schöpfung bringen.


20. Und das ist für Allah keineswegs schwer.


21. Sie werden alle vor Allah hintreten; dann werden die Schwachen zu den Hoffärtigen sprechen: «Gewiß,
wir waren eure Gefolgsleute; könnt ihr uns also nicht etwas von der Strafe Allahs abnehmen?» Sie werden
sprechen: «Hätte Allah uns den Weg gewiesen, wir hätten euch sicherlich den Weg gewiesen. Es ist gleich für
uns, ob wir Ungeduld zeigen oder geduldig bleiben: es gibt für uns kein Entrinnen.»


22. Und wenn die Sache entschieden ist, dann wird Satan sprechen: «Allah verhieß euch eine Verheißung der
Wahrheit, ich aber verhieß euch und hielt es euch nicht. Und ich hatte keine Macht über euch, außer daß ich
euch rief und ihr gehorchtet mir. So tadelt nicht mich, sondern tadelt euch selber. Ich kann euch nicht helfen,
noch könnt ihr mir helfen. Ich habe es schon von mir gewiesen, daß ihr mich (Gott) zur Seite stelltet.» Den
Missetätern wird wahrlich schmerzliche Strafe.


23. Und die da glauben und gute Werke tun, werden in Gärten eingeführt werden, durch die Ströme fließen,
ewig darin zu wohnen nach ihres Herrn Gebot. Ihr Gruß dort wird sein: «Friede!»


24. Siehst du nicht, wie Allah das Gleichnis eines guten Wortes prägt? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen
Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel (reichen).


25. Er bringt seine Frucht hervor zu jeder Zeit nach seines Herrn Gebot. Und Allah prägt Gleichnisse für die
Menschen, auf daß sie nachdenken mögen.


26. Ein schlechtes Wort aber ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde entwurzelt ist und keine Festigkeit
hat.


27. Allah stärkt die Gläubigen mit dem Wort, das fest gegründet ist, in diesem Leben wie in dem künftigen;
und Allah läßt die Frevler irregehen; denn Allah tut, was Er will.


28. Siehst du nicht jene, die Allahs Gnade mit der Undankbarkeit vertauschten und ihr Volk in die Stätte des
Verderbens brachten,


29. (In) die Hölle? Dort sollen sie eingehen; und das ist ein schlimmer Ruheplatz.


30. Und sie haben Allah Nebenbuhler zur Seite gesetzt, um (die Menschen) von Seinem Wege abirren zu
machen. Sprich: «Vergnügt euch eine Weile, dann aber geht eure Reise zum Feuer.»


31. Sprich zu Meinen Dienern, die gläubig sind, daß sie das Gebet verrichten und spenden von dem, was Wir
ihnen gegeben habell, im verborgenen und öffentlich, bevor ein Tag kommt, an dem weder Handel noch
Freundschaft sein wird.


32. Allah ist es, Der die Himmel und die Erde erschuf und Wasser niederregnen ließ von den Wolken und
damit Früchte hervorbrachte zu eurem Unterhalt, und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, daß sie das
Meer durchsegeln nach Seinem Gebot, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht.


33. Und dienstbar machte Er euch die Sonne und den Mond, die unablässig ihren Lauf Vollziehenden. Und
dienstbar machte Er euch die Nacht und den Tag.


34. Und Er gab euch alles, was ihr von Ihm begehrtet; und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählen wolltet, ihr
würdet sie nicht berechnen können. Siehe, der Mensch ist wahrlich frevelhaft, undankbar.


35. Und (gedenke der Zeit) wie Abraham sprach: «Mein Herr, Mache diese Stadt zu einer Stätte des Friedens
und bewahre mich und meine Kinder davor, die Götzen anzubeten.


36. Mein Herr, sie haben viele von den Menschen irregeleitet. Wer mir nun folgt, der gehört sicher zu mir; und
wer mir nicht gehorcht - siehe, Du bist allverzeihend, barmherzig.


37. Unser Herr, ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem unfruchtbaren Tal nahe bei Deinem
Heiligen Haus angesiedelt, o unser Herr, auf daß sie das Gebet verrichten mögen. So mache die Herzen der
Menschen ihnen zugeneigt und versorge sie mit Früchten, damit sie dankbar seien.


38. Unser Herr, Du weißt, was wir verhehlen und was wir kundtun. Und nichts ist verborgen vor Allah, ob auf
Erden oder im Himmel.


39. Aller Preis gehört Allah, Der mir, ungeachtet (meines) Alters, Ismael und Isaak geschenkt hat. Wahrlich,
mein Herr ist der Erhörer des Gebets.


40. Mein Herr, mache, daß ich und meine Kinder das Gebet verrichten. Unser Herr! nimm mein Gebet an.


41. Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und den Gläubigen am Tage, an dem die Abrechnung stattfinden
wird.»


42. Wähne nicht, daß Allah achtlos ist dessen, was die Frevler tun. Er gibt ihnen nur Frist bis zu dem Tage, an
dem die Augen starr blicken werden,


43. Vorwärts taumelnd in Angst, aufgereckt die Häupter, ihr Blick kehrt ihnen nicht zurück und ihre Herzen
sind öde.


44. Und warne die Menschen vor dem Tag, da die Strafe über sie kommen wird. Dann werden die Frevler
sprechen: «Unser Herr, gib uns Aufschub auf eine kurze Frist. Wir wollen auf Deinen Ruf antworten und den
Gesandten folgen.» «Habt ihr nicht zuvor geschworen, es würde euch kein Untergang treffen?


45. Und ihr wohnt in den Wohnungen derer, die gegen sich selber frevelten, und es ist euch deutlich gemacht
worden, wie Wir mit ihnen verfuhren; und Wir haben klare Beispiele vor euch hingestellt.»


46. Und sie haben bereits ihre Pläne geplant, aber ihre Pläne sind bei Allah, und wären ihre Pläne derart, daß
sie Berge versetzen sollten.


47. Wähne darum nicht, daß Allah Sein Versprechen an Seine Gesandten nicht halten werde; gewiß, Allah ist
allmächtig, Herr der Vergeltung.


48. Am Tag, da die Erde verwandelt werden wird in eine andere Erde, und auch die Himmel; und sie werden
(alle) vor Allah treten, den Einigen, den Höchsten.


49. Und an jenem Tage wirst du die Schuldigen in Ketten gefesselt sehen.


50. Ihre Gewänder werden von Pech sein, und das Feuer wird ihre Gesichter einhüllen,


51. Auf daß Allah jedem vergelte, was er gewirkt. Wahrlich, Allah ist schnell im Abrechnen.


52. Dies ist eine genügende Ermahnung für die Menschen, auf daß sie sich dadurch war nen lassen, und auf
daß sie wissen mögen, daß nur Er der Einige Gott ist, und auf daß die mit Verständnis Begabten es bedenken.



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des Verbandes Moslemischer StudentInnen der Oregon State University.



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