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30 Jun 2010 5. Der Tisch (Al-Mßedah)

5. Der Tisch (Al-Máedah)


Vers 3 enth├Ąlt wahrscheinlich die letzten Offenbarungsworte des Korans. Offenbart nach der Hidschra. Dieses Kapitel enth├Ąlt 120 Verse.


Im Namen Allahs, des Gn├Ądigen, des Barmherzigen.


1. O die ihr glaubt, erf├╝llt die Vertr├Ąge. Erlaubt sind euch Vierf├╝├čler, wie die Rinder, mit Ausnahme derer, die
euch bekannt gegeben werden; nicht, da├č ihr die Jagd als erlaubt ansehen d├╝rft, w├Ąhrend ihr Pilger seid; Allah
verordnet, was Er will.


2. O die ihr glaubt! Entweihet nicht die Zeichen Allahs, noch den Heiligen Monat, noch die Opfertiere, noch
(die mit) Halsschmuck, noch auch die nach dem Heiligen Hause Ziehenden, die da Gnade und Wohlgefallen
von ihrem Herrn suchen. So ihr das Pilgerkleid abgelegt habt, d├╝rfet ihr jagen. Es soll euch die Feindseligkeit
eines Volkes, so es euch an der Heiligen Moschee hinderte, nicht zur ├ťbertretung verf├╝hren. Und helfet
einander in Rechtschaffenheit und Fr├Âmmigkeit; doch helfet einander nicht in S├╝nde und ├ťbertretung. Und
f├╝rchtet Allah, denn Allah ist streng im Strafen.


3. Verboten ist euch das von selbst Verendete sowie Blut und Schweinefleisch und das, wor├╝ber ein anderer
Name angerufen ward als Allahs; das Erdrosselte; das zu Tode Geschlagene; das zu Tode Gest├╝rzte oder
Gesto├čene und das, was rei├čende Tiere angefressen haben, au├čer dem, was ihr geschlachtet habt; und das, was
auf einem Altar (als G├Âtzenopfer) geschlachtet worden ist; auch da├č ihr euer Geschick durch Lospfeile zu
erkunden sucht. Das ist Ungehorsam. Heute sind die Ungl├Ąubigen an eurem Glauben verzweifelt, also f├╝rchtet
nicht sie, sondern f├╝rchtet Mich. Heute habe Ich eure Glaubenslehre f├╝r euch vollendet und Meine Gnade an
euch erf├╝llt und euch den Islam zum Bekenntnis erw├Ąhlt. Wer aber durch Hunger getrieben wird, ohne
s├╝ndhafte Absicht - dann ist Allah allverzeihend, barmherzig.


4. Sie fragen dich, was ihnen erlaubt sei. Sprich: ┬źAlle guten Dinge sind euch erlaubt; und was ihr Tiere und
Raubv├Âgel gelehrt habt (f├╝r euch zu fangen), indem ihr (sie) zur Jagd abrichtet und sie lehret, was Allah euch
gelehrt hat. Also esset von dem, was sie f├╝r euch fangen, und sprechet Allahs Namen dar├╝ber aus. Und
f├╝rchtet Allah, denn Allah ist schnell im Abrechnen.┬╗


5. Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch
erlaubt, wie auch eure Speise ihnen erlaubt ist. Und keusche Frauen der Gl├Ąubigen und keusche Frauen derer,
denen vor euch die Schrift gegeben wurde, wenn ihr ihnen ihre Morgengabe gebt, nur in richtiger Ehe und
nicht in Unzucht, noch da├č ihr heimlich Buhlweiber nehmt. Und wer den Glauben verleugnet, dessen Werk ist
sonder Zweifel zunichte geworden, und im Jenseits wird er unter den Verlierenden sein.


6. O die ihr glaubt! Wenn ihr zum Gebet hintretet, waschet euer Gesicht und eure H├Ąnde bis zu den Ellbogen
und f├Ąhrt euch ├╝ber den Kopf und waschet eure F├╝├če bis zu den Kn├Âcheln. Und wenn ihr im Zustande der
Unreinheit seid, reinigt euch durch ein Bad. Und wenn ihr krank oder auf einer Reise seid (und dabei unrein),
oder wenn einer von euch vom Abtritt kommt, oder wenn ihr Frauen ber├╝hrt habt, und ihr findet kein Wasser,
so nehmt reinen Sand und reibt euch damit Gesicht und H├Ąnde. Allah will euch nicht in Schwierigkeiten
bringen, sondern Er will euch nur reinigen und Seine Gnade an euch erf├╝llen, auf da├č ihr dankbar seiet.


7. Und gedenket der Gnade Allahs gegen euch und des Bundes, den Er mit euch schlo├č, als ihr sprachet: ┬źWir
h├Âren und wir gehorchen.┬╗ Und f├╝rchtet Allah; wahrlich, Allah wei├č wohl, was in den Herzen ist.


8. O die ihr glaubt! Seid standhaft in Allahs Sache, bezeugend in Gerechtigkeit! Und die Feindseligkeit eines
Volkes soll euch nicht verleiten, anders denn gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist n├Ąher der Gottesfurcht.
Und f├╝rchtet Allah; wahrlich, Allah ist kundig eures Tuns.


9. Verhei├čen hat Allah denen, die glauben und gute Werke tun: f├╝r sie ist Vergebung und gro├čer Lohn.


10. Die aber ungl├Ąubig sind und Unsere Zeichen verwerfen, die sind der H├Âlle Insassen.


11. O die ihr glaubt! Gedenket der Gnade Allahs ├╝ber euch, als ein Volk die H├Ąnde nach euch auszustrecken
trachtete. Er aber hielt ihre H├Ąnde von euch zur├╝ck. Und f├╝rchtet Allah; auf Allah sollen die Gl├Ąubigen
vertrauen.


12. Wahrlich, Allah hatte einen Bund mit den Kindern Israels geschlossen; und Wir erweckten aus ihnen
zw├Âlf F├╝hrer. Allah sprach: ┬źSiehe, wenn ihr das Gebet verrichtet und die Zakat zahlt und an Meine
Gesandten glaubt und sie unterst├╝tzt und Allah ein stattliches Darlehen gew├Ąhrt, dann bin Ich mit euch und
werde eure Missetaten von euch hinwegnehmen und euch in G├Ąrten f├╝hren, durch die Str├Âme flie├čen. Wer von
euch aber hierauf in Unglauben zur├╝ckf├Ąllt, der irrt f├╝rwahr vom geraden Weg.┬╗


13. Darum nun, weil sie ihren Bund brachen, haben Wir sie verflucht und haben ihre Herzen verh├Ąrtet. Sie
verkehren die Worte aus ihren richtigen Stellen und sie haben einen (guten) Teil von dem vergessen, womit sie
ermahnt wurden. Und du wirst nicht aufh├Âren, auf ihrer Seite - bis auf einige von ihnen - Verrat zu entdecken.
Also vergib ihnen und wende dich ab (von ihnen). Wahrlich, Allah liebt jene, die Gutes tun.


14. Und auch mit denen, die sagen: ┬źWir sind Christen┬╗, schlossen Wir einen Bund; aber auch sie haben
einen (guten) Teil von dem vergessen, womit sie ermahnt wurden. Darum erregten Wir Feindschaft und Ha├č
unter ihnen bis zum Tage der Auferstehung. Und Allah wird sie bald wissen lassen, was sie getan haben.


15. O Volk der Schrift, nunmehr ist Unser Gesandter zu euch gekommen, der euch vieles enth├╝llt, was ihr von
der Schrift verborgen hieltet, und vieles ├╝bergeht. Gekommen ist zu euch f├╝rwahr ein Licht von Allah und ein
klares Buch.


16. Damit leitet Allah jene, die Sein Wohlgefallen suchen, auf den Pfaden des Friedens, und Er f├╝hrt sie aus
den Finsternissen zum Licht nach Seinem Willen und leitet sie auf den geraden Weg.


17. Ungl├Ąubig sind wahrlich, die da sagen: ┬źSicherlich ist Allah kein anderer denn der Messias, Sohn der
Maria┬╗ Sprich: ┬źWer verm├Âchte wohl etwas gegen Allah, wollte Er den Messias, den Sohn der Maria,
zunichte machen, und seine Mutter und all jenes, was auf Erden ist?┬╗ Allahs ist das K├Ânigreich der Himmel
und der Erde und was zwischen beiden ist. Er erschafft, was Er will; und Allah hat Macht ├╝ber alle Dinge.


18. Die Juden und die Christen sagen: ┬źWir sind S├Âhne Allahs und Seine Lieblinge.┬╗ Sprich: ┬źWarum straft
Er euch dann f├╝r eure S├╝nden? Nein, ihr seid (blo├č) Menschenkinder unter denen, die Er schuf.┬╗ Er vergibt,
wem Er will, und Er straft, wen Er will. Allahs ist das K├Ânigreich der Himmel und der Erde und was zwischen
beiden ist, und zu Ihm ist die Heimkehr.


19. O Volk der Schrift, gekommen ist nunmehr zu euch Unser Gesandter, nach einer L├╝cke zwischen den
Gesandten, der euch aufkl├Ąrt, damit ihr nicht saget: ┬źKein Bringer froher Botschaft und kein Warner ist zu uns
gekommen.┬╗ So ist nun zu euch gekommen in Wahrheit ein Bringer froher Botschaft und ein Warner. Und
Allah hat Macht ├╝ber alle Dinge.


20. Und wie Moses zu seinem Volke sprach: ┬źO mein Volk, besinnt euch auf Allahs Huld gegen euch, als Er
aus eurer Mitte Propheten erweckte und euch zu K├Ânigen machte und euch gab, was Er keinem anderen
(Volke) auf der Welt gegeben.


21. O mein Volk, betretet das Heilige Land, das Allah f├╝r euch bestimmt hat, und kehret nicht den R├╝cken,
denn dann werdet ihr als Verlorene umkehren.┬╗


22. Sie sprachen: ┬źO Moses, siehe, ein herrschlustiges Volk ist darin, und wir werden es nicht betreten, ehe
jene es nicht verlassen haben. Doch wenn sie es verlassen, dann wollen wir einziehen.┬╗


23. Da sagten zwei M├Ąnner von denen, die (Gott) f├╝rchteten - Allah hatte sie mit Seiner Huld begabt -: ┬źZiehet
ein durch das Tor und gegen sie; seid ihr eingezogen, dann werdet ihr siegreich sein. Und vertrauet auf Allah,
wenn ihr Gl├Ąubige seid.┬╗


24. Sie sagten: ┬źO Moses, nimmer werden wir es betreten, solange jene darinnen sind. Gehe denn du mit
deinem Herrn und k├Ąmpfet; wir bleiben hier sitzen.┬╗


25. Er sprach: ┬źMein Herr, siehe, ich habe ├╝ber keinen Macht denn ├╝ber mich selbst und meinen Bruder;
darum scheide Du uns von dem aufr├╝hrerischen Volk.┬╗


26. Er sprach: ┬źWahrlich, verwehrt soll es ihnen sein vierzig Jahre lang; umherirren sollen sie auf der Erde.
Und betr├╝be dich nicht ├╝ber das aufr├╝hrerische Volk.┬╗


27. Verk├╝nde ihnen wahrheitsgem├Ą├č die Geschichte von den zwei S├Âhnen Adams, wie sie beide ein Opfer
darbrachten, und es ward angenommen von dem einen von ihnen und ward nicht angenommen von dem
andern. Da sprach dieser: ┬źWahrhaftig, ich schlage dich tot.┬╗ Jener erwiderte: ┬źAllah nimmt nur an von den
Gottesf├╝rchtigen.


28. Wenn du auch deine Hand nach mir ausstreckst, um mich zu erschlagen, so werde ich doch nicht meine
Hand nach dir ausstrecken, um dich zu erschlagen. Ich f├╝rchte Allah, den Herrn der Welten.


29. Ich will, da├č du meine S├╝nde tragest zu der deinen und so unter den Bewohnern des Feuers seiest, und das
ist der Lohn der Frevler.┬╗


30. Doch sein Sinn trieb ihn, seinen Bruder zu t├Âten; also erschlug er ihn und ward der Verlorenen einer.


31. Da sandte Allah einen Raben, der auf dem Boden scharrte, da├č Er ihm zeige, wie er den Leichnam seines
Bruders verbergen k├Ânne. Er sprach: ┬źWeh mir! Bin ich nicht einmal imstande, wie dieser Rabe zu sein und
den Leichnam meines Bruders zu verbergen?┬╗ Und da wurde er reuig.


32. Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israels verordnet, da├č wenn jemand einen Menschen t├Âtet - es
sei denn f├╝r (Mord) an einem andern oder f├╝r Gewalttat im Land -, so soll es sein, als hatte er die ganze
Menschheit get├Âtet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erh├Ąlt, so soll es sein, als h├Ątte er der
ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen zu ihnen mit deutlichen Zeichen;
dennoch, selbst nach diesem, begehen viele von ihnen Ausschreitungen im Land.


33. Der Lohn derer, die Krieg f├╝hren gegen Allah und Seinen Gesandten und Unordnung im Lande zu erregen
trachten, w├Ąre der, da├č sie get├Âtet oder gekreuzigt werden sollten oder da├č ihnen H├Ąnde und F├╝├če
abgeschlagen werden sollten f├╝r den Ungehorsam oder da├č sie aus dem Lande vertrieben w├╝rden. Das w├╝rde
eine Schmach f├╝r sie sein in dieser Welt; und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe;


34. Au├čer Jenen, die bereuen, noch ehe ihr sie in eurer Gewalt habt. So wisset, da├č Allah allvergebend,
barmherzig ist.


35. O die ihr glaubt, f├╝rchtet Allah und suchet den Weg der Vereinigung Ihm und strebet auf Seinem Wege,
auf da├č ihr Erfolg habt.


36. Wahrlich, die Ungl├Ąubigen - h├Ątten sie auch alles, was auf der Erde ist, und dann nochmals so viel, um
sich damit von der Strafe loszukaufen am Tage der Auferstehung, es w├╝rde doch nicht von ihnen angenommen
werden; und ihnen wird eine schmerzliche Strafe.


37. Sie m├Âchten wohl dem Feuer entrinnen, doch sie werden nicht daraus entrinnen k├Ânnen, und ihre Pein
wird immerw├Ąhrend sein.


38. Der Dieb und die Diebin - schneidet ihnen die H├Ąnde ab, als Vergeltung f├╝r das, was sie begangen, und als
abschreckende Strafe von Allah. Und Allah ist allm├Ąchtig, allweise.


39. Wer aber nach seiner S├╝nde bereut und sich bessert, gewi├č, ihm wird Sich Allah gn├Ądig zukehren, denn
Allah ist allvergebend, barmherzig.


40. Wei├čt du nicht, da├č es Allah ist, Dem das K├Ânigreich der Himmel und der Erde allein geh├Ârt? Er straft,
wen Er will, und Er vergibt, wem Er will; und Allah ist m├Ąchtig ├╝ber alle Dinge.


41. O du Gesandter, es sollen dich nicht betr├╝ben jene, die hastig dem Unglauben verfallen - die mit dem
Munde sprechen: ┬źWir glauben┬╗, jedoch ihre Herzen glauben nicht. Und unter den Juden sind solche, die auf
jede L├╝ge horchen - horchen, um (sie) anderen (weiterzugeben), die noch nicht zu dir gekommen sind. Sie
r├╝cken die Worte von ihren richtigen Stellen und sagen: ┬źWenn euch dies gebracht wird, so nehmt es an, doch
wenn es euch nicht gebracht wird, dann seid auf der Hut!┬╗ Und wen Allah auf die Probe stellen will, dem wirst
du nichts frommen gegen Allah. Das sind die, deren Herzen zu reinigen es Allah nicht gefiel; f├╝r sie ist
Schande in dieser Welt, und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe.


42. Sie sind gewohnheitsm├Ą├čige Horcher auf Falschheit, Verschlinger von Unerlaubtem. Wenn sie nun zu dir
kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab. Und wenn du dich von ihnen abwendest, so
k├Ânnen sie dir keinerlei Schaden tun; richtest du aber, so richte zwischen ihnen nach Gerechtigkeit. Wahrlich,
Allah liebt die Gerechten.


43. Wie aber wollten sie dich zum Richter machen, w├Ąhrend sie doch die Thora bei sich haben, worin Allahs
Richtspruch ist? Dennoch, und trotz alledem, kehren sie den R├╝cken; und sie sind gar nicht Gl├Ąubige.


44. Wir hatten die Thora hinabgesandt, in der F├╝hrung und Licht war. Damit haben die Propheten, die
gehorsam waren, den Juden Recht gesprochen, und so auch die Wissenden und die Gelehrten; denn ihnen
wurde aufgetragen, das Buch Allahs zu bewahren, und sie waren seine H├╝ter. Darum f├╝rchtet nicht die
Menschen, sondern f├╝rchtet Mich; und gebt nicht Meine Zeichen hin um geringen Preis. Wer nicht nach dem
richtet, was Allah hinabgesandt hat - das sind die Ungl├Ąubigen.


45. Wir hatten ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr und
Zahn um Zahn, und f├╝r (andere) Verletzungen billige Vergeltung. Wer aber darauf Verzicht tut, dem soll das
eine S├╝hne sein; und wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat - das sind die Ungerechten.


46. Wir lie├čen Jesus, den Sohn der Maria, in ihren Spuren folgen, zur Erf├╝llung dessen, was schon vor ihm in
der Thora war; und Wir gaben ihm du Evangelium, worin F├╝hrung und Licht war, zur Erf├╝llung dessen, was
schon vor ihm in der Thora war, eine F├╝hrung und Ermahnung f├╝r die Gottesf├╝rchtigen.


47. Es soll das Volk des Evangeliums richten nach dem, was Allah darin offenbart hat; wer nicht nach dem
richtet, was Allah hinabgesandt hat - das sind die Emp├Ârer.


48. Wir haben dir das Buch hinabgesandt mit der Wahrheit, als Erf├╝llung dessen, was schon in dem Buche
war, und als W├Ąchter dar├╝ber. Richte darum zwischen ihnen nach dem, was Allah hinabgesandt hat, und folge
nicht ihren b├Âsen Neigungen gegen die Wahrheit, die zu dir gekommen ist. Einem jeden von euch haben Wir
eine klare Satzung und einen deutlichen Weg vorgeschrieben. Und h├Ątte Allah gewollt, Er h├Ątte euch alle zu
einer einzigen Gemeinde gemacht, doch Er w├╝nscht euch auf die Probe zu stellen durch das, was Er euch
gegeben. Wetteifert darum miteinander in guten Werken. Zu Allah ist euer aller Heimkehr; dann wird Er euch
aufkl├Ąren ├╝ber das, wor├╝ber ihr uneinig wart.


49. Und so richte du zwischen ihnen nach dem, was Allah hinabgesandt hat, und folge nicht ihren b├Âsen
Neigungen, sondern sei vor ihnen auf der Hut, damit sie dich nicht bedr├Ąngen und wegtreiben von einem Teil
dessen, was Allah zu dir hinabgesandt hat. Wenden sie sich jedoch ab, so wisse, da├č Allah sie zu treffen
gedenkt f├╝r etliche von ihren S├╝nden. Siehe, gar viele der Menschen sind Wortbr├╝chige.


50. W├╝nschen sie etwa die Rechtsprechung (aus den Tagen) der Unwissenheit zur├╝ck? Und wer ist ein
besserer Richter als Allah f├╝r ein Volk, das fest im Glauben ist?


51. O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander.
Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der geh├Ârt f├╝rwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk
der Ungerechten den Weg.


52. Und du wirst jene sehen, in deren Herzen Krankheit ist, zu ihnen hineilen; sie sagen: ┬ź Wir f├╝rchten, es
m├Âchte uns ein Ungl├╝ck befallen.┬╗ Mag Allah den Sieg herbeif├╝hren oder (sonst) ein Ereignis von Ihm. Dann
werden sie bereuen, was sie in ihren Herzen verhehlten.


53. Und die Gl├Ąubigen werden sagen: ┬źSind das etwa jene, die bei Allah schworen mit ihren feierlichsten
Eiden, da├č sie unverbr├╝chlich zu euch st├╝nden?┬╗ Eitel sind ihre Werke, und sie sind Verlorene geworden.


54. O die ihr glaubt, wer von euch sich von seinem Glauben abkehrt, (wisse) Allah wird bald ein anderes Volk
bringen, das Er liebt und das Ihn liebt, g├╝tig und dem├╝tig gegen die Gl├Ąubigen und hart wider die
Ungl├Ąubigen. Sie werden streiten in Allahs Weg und werden den Vorwurf des Tadelnden nicht f├╝rchten. Das
ist Allahs Huld; Er gew├Ąhrt sie, wem Er will, denn Allah ist freigebig, allwissend.


55. Eure Freunde sind einzig Allah und Sein Gesandter und die Gl├Ąubigen, die das Gebet verrichten und die
Zakat zahlen und Gott allein anbeten.


56. Und die, welche Allah und Seinen Gesandten und die Gl├Ąubigen zu Freunden nehmen (m├Âgen versichert
sein), da├č es Allahs Schar ist, die obsiegen wird.


57. O die ihr glaubt, nehmt euch nicht die zu Freunden - unter jenen, denen vor euch die Schrift gegeben ward,
und den Ungl├Ąubigen -, die mit eurem Glauben Spott und Scherz treiben. Und f├╝rchtet Allah, wenn ihr
Gl├Ąubige seid;


58. Die es als Spott und Scherz nehmen, wenn ihr zum Gebet ruft. Dies, weil sie Leute sind, die nicht
begreifen.


59. Sprich: ┬źO Volk der Schrift, ihr tadelt uns nur deswegen, weil wir glauben an Allah und an das, was zu
uns herabgesandt ward und was schon vorher herabgesandt wurde, oder weil die meisten von euch Emp├Ârer
sind.┬╗


60. Sprich: ┬źSoll ich euch ├╝ber die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? die Allah
verflucht hat und denen Er z├╝rnt und aus denen Er Affen und Schweine gemacht hat und die den B├Âsen
anbeten. Diese sind in einer noch schlimmeren Lage und noch weiter irregegangen vom rechten Weg.┬╗


61. Und wenn sie zu euch kommen, sagen sie: ┬źWir glauben┬╗, w├Ąhrend sie doch mit Unglauben eintreten und
mit ihm fortgehen; und Allah wei├č am besten, was sie verhehlen.


62. Und du siehst, wie viele von ihnen wettlaufen nach S├╝nde und ├ťbertretung und dem Essen verbotener
Dinge. ├ťbel ist wahrlich, was sie tun


63. Warum untersagen ihnen die Geistlichen und die Schriftgelehrten nicht ihre s├╝ndige Rede und ihr Essen
des Verbotenen? ├ťbel ist wahrlich, was sie treiben.


64. Und die Juden sagen: ┬źDie Hand Allahs ist gefesselt.┬╗ Ihre H├Ąnde sollen gefesselt sein und sie sollen
verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. Nein, Seine beiden H├Ąnde sind weit offen; Er spendet,
wie Er will. Und was auf dich herabgesandt ward von deinem Herrn, wird gewi├č viele von ihnen zunehmen
lassen an Aufruhr und Unglauben. Und Wir haben unter sie Feindschaft geworfen und Ha├č bis zum Tage der
Auferstehung. Sooft sie ein Feuer f├╝r den Krieg anz├╝ndeten, l├Âschte Allah es aus, und sie trachten nur nach
Unheil auf Erden; und Allah liebt die Unheilstifter nicht.


65. Wenn das Volk der Schrift geglaubt h├Ątte und gottesf├╝rchtig gewesen w├Ąre, Wir h├Ątten gewi├č ihre ├ťbel
von ihnen hinweggenommen und Wir h├Ątten sie gewi├č in die G├Ąrten der Wonne gef├╝hrt.


66. Und h├Ątten sie die Thora befolgt und das Evangelium und was (nun) zu ihnen hinabgesandt ward von
ihrem Herrn, sie w├╝rden sicherlich (von den guten Dingen) ├╝ber ihnen und unter ihren F├╝├čen essen. Es sind
unter ihnen Leute, die M├Ą├čigung einhalten; doch gar viele von ihnen - wahrlich, ├╝bel ist, was sie tun.


67. O du Gesandter! Verk├╝ndige, was zu dir hinabgesandt ward von deinem Herrn; und wenn du es nicht tust,
so hast du Seine Botschaft nicht verk├╝ndigt. Allah wird dich vor den Menschen sch├╝tzen. Wahrlich, Allah
weist nicht dem Volk der Ungl├Ąubigen den Weg.


68. Sprich: ┬źO Volk der Schrift, ihr fu├čet auf nichts, ehe ihr nicht die Thora und das Evangelium befolgt und
das, was zu euch herabgesandt ward von eurem Herrn.┬╗ Aber gewi├č, was von deinem Herrn zu dir
hinabgesandt ward, wird gar viele von ihnen zunehmen lassen an Aufruhr und Unglauben; so betr├╝be dich
nicht ├╝ber das ungl├Ąubige Volk.


69. Jene, die geglaubt haben, und die Juden und die Sab├Ąer und die Christen - wer da an Allah glaubt und an
den J├╝ngsten Tag und gute Werke tut -, keine Furcht soll ├╝ber sie kommen, noch sollen sie trauern.


70. Wir hatten einen Bund mit den Kindern Israels geschlossen und Gesandte zu ihnen geschickt. Sooft aber
ein Gesandter zu ihnen kam mit etwas, das ihre Herzen nicht w├╝nschten, behandelten sie einige darunter als
L├╝gner und suchten andere zu t├Âten.


71. Und sie dachten, es w├╝rde keine schlimme Folge haben, so wurden sie blind und taub. Dann kehrte Sich
Allah erbarmend zu ihnen; trotzdem wurden viele von ihnen abermals blind und taub; und Allah sieht wohl,
was sie tun.


72. F├╝rwahr, ungl├Ąubig sind, die da sagen: ┬źAllah ist kein anderer denn der Messias, Sohn der Maria┬╗,
w├Ąhrend der Messias doch (selbst) gesagt hat: ┬źO ihr Kinder Israels, betet Allah an, meinen Herrn und euren
Herrn.┬╗ Wer Allah G├Âtter zur Seite stellt, dem hat Allah den Himmel verwehrt, und das Feuer wird seine
Wohnstatt sein. Und die Frevler sollen keine Helfer finden.


73. F├╝rwahr, ungl├Ąubig sind, die da sagen: ┬źAllah ist der Dritte von Dreien┬╗; es gibt keinen Gott als den
Einigen Gott. Und wenn sie nicht abstehen von dem, was sie sagen, wahrlich, so wird die unter ihnen, die
ungl├Ąubig bleiben, eine schmerzliche Strafe ereilen.


74. Wollen sie denn sich nicht bekehren zu Allah und Seine Verzeihung erbitten? Und Allah ist allverzeihend,
barmherzig.


75. Der Messias, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter; gewi├č, andere Gesandte sind vor ihm
dahingegangen. Und seine Mutter war eine Wahrheitsliebende; beide pflegten sie Speise zu sich zu nehmen.
Sieh, wie Wir die Zeichen f├╝r sie erkl├Ąren, und sieh, wie sie sich abwenden.


76. Sprich: ┬źWollt ihr statt Allah das anbeten, was nicht die Macht hat, euch zu schaden oder zu n├╝tzen?┬╗
Und Allah allein ist der Allh├Ârende, der Allwissende.


77. Sprich: ┬źO Volk der Schrift, ├╝bertreibt nicht zu Unrecht in eurem Glauben und folget nicht den b├Âsen
Neigungen von Leuten, die schon vordem irregingen und viele irregef├╝hrt haben und weit abgeirrt sind vom
rechten Weg.┬╗


78. Die unter den Kindern Israels, die nicht glaubten, wurden verflucht durch die Zunge Davids und Jesus', des
Sohnes der Maria. Dies, weil sie ungehorsam waren und zu freveln pflegten.


79. Sie hinderten einander nicht an den Missetaten, die sie begingen. ├ťbel f├╝rwahr war das, was sie zu tun
pflegten.


80. Du wirst sehen, wie sich viele von ihnen die Ungl├Ąubigen zu Freunden nehmen. Wahrlich, ├╝bel ist das,
was sie selbst f├╝r sich vorausgeschickt haben, so da├č Allah ihnen z├╝rnt, und in der Strafe m├╝ssen sie bleiben.


81. Und h├Ątten sie an Allah geglaubt und an den Propheten und an das, was zu ihm herabgesandt worden, sie
h├Ątten sich jene nicht zu Freunden genommen, aber viele von ihnen sind ungehorsam.


82. Du wirst sicherlich finden, da├č unter allen Menschen die Juden und die G├Âtzendiener die erbittertsten
Gegner der Gl├Ąubigen sind. Und du wirst zweifellos finden, da├č die, welche sagen: ┬źWir sind Christen┬╗, den
Gl├Ąubigen am freundlichsten gegen├╝berstehen. Dies, weil unter ihnen Gottesgelehrte und M├Ânche sind und
weil sie nicht hoff├Ąrtig sind.


83. Und wenn sie h├Âren, was zu dem Gesandten herabgesandt worden ist, siehst du ihre Augen von Tr├Ąnen
├╝berflie├čen ob der Wahrheit, die sie erkannt haben. Sie sprechen: ┬źUnser Herr, wir glauben, so schreibe uns
unter die Bezeugenden.


84. Und weshalb sollten wir nicht an Allah glauben und an die Wahrheit, die zu uns gekommen ist, wo wir
innig w├╝nschen, da├č unser Herr uns zu den Rechtgesinnten z├Ąhlen m├Âge?┬╗


85. Und um dessentwillen, was sie da gesagt haben, wird Allah sie mit G├Ąrten belohnen, durch die Str├Âme
flie├čen. Darin sollen sie ewig weilen; und das ist der Lohn derer die Gutes tun.


86. Die aber, die nicht glauben und Unsere Zeichen verwerfen, das sind die Insassen der H├Âlle.


87. O die ihr glaubt, erkl├Ąrt nicht als unerlaubt die reinen Dinge, die Allah euch erlaubt hat, doch ├╝bertretet
auch nichts. Denn Allah liebt nicht die ├ťbertreter.


88. Und esset von dem, was Allah euch gegeben hat: Erlaubtes, Reines. Und f├╝rchtet Allah, an Den ihr glaubt.


89. Allah wird euch nicht zur Rechenschaft ziehen f├╝r ein unbedachtes Wort in euren Eiden, doch Er wird
Rechenschaft von euch fordern f├╝r das, was ihr mit Bedacht geschworen habt. Die S├╝hne daf├╝r sei dann die
Speisung von zehn Armen in jenem Ma├č, wie ihr die Eurigen speist, oder ihre Bekleidung oder die Befreiung
eines Sklaven. Wer es aber nicht kann, dann: drei Tage fasten. Das ist die S├╝hne f├╝r eure Eide, wenn ihr (sie)
geschworen habt. Und haltet ja eure Eide. Also macht Allah euch Seine Zeichen klar, auf da├č ihr dankbar
seiet.


90. O die ihr glaubt! Wein und Gl├╝cksspiel und G├Âtzenbilder und Lospfeile sind ein Greuel, ein Werk Satans.
So meidet sie allesamt, auf da├č ihr Erfolg habt.


91. Satan will durch Wein und Gl├╝cksspiel nur Feindschaft und Ha├č zwischen euch erregen, um euch so vom
Gedanken an Allah und vom Gebet abzuhalten. Doch werdet ihr euch abhalten lassen?


92. Und gehorchet Allah und gehorchet dem Gesandten, und seid auf der Hut. Kehrt ihr euch jedoch ab, dann
wisset, da├č Unserem Gesandten nur die deutliche Verk├╝ndung obliegt.


93. Denen, die glauben und gute Werke tun, soll nicht als S├╝nde angerechnet werden, was sie essen, wenn sie
nur Gott f├╝rchten und glauben und gute Werke tun, (und) abermals f├╝rchten und glauben, dann nochmals
f├╝rchten und Gutes tun. Und Allah liebt jene, die Gutes tun.


94. O die ihr glaubt! Allah will euch gewi├č pr├╝fen in einer Sache: dem Wild, das eure H├Ąnde und eure Speere
erreichen k├Ânnen, so da├č Allah die auszeichnen mag, die Ihn im geheimen f├╝rchten. Wer darum nach diesem
sich noch vergeht, dem wird schmerzliche Strafe.


95. O die ihr glaubt! T├Âtet kein Wild, w├Ąhrend ihr Pilger seid. Und wer von euch es vors├Ątzlich t├Âtet, so ist die
Ersatzleistung ein gleiches vierf├╝ssiges Tier wie das, was er get├Âtet, nach dem Spruch von zwei Redlichen
unter euch, (und das) soll dann als Opfer nach der Kaba gebracht werden; oder die S├╝hne sei Speisung von
Armen oder dementsprechendes Fasten, damit er die b├Âse Folge seiner Tat koste. Allah vergibt das
Vergangene; wer es aber wieder tut, den wird Allah strafen. Und Allah ist allm├Ąchtig, Herr der Bestrafung.


96. Das Getier des Meeres und sein Genu├č sind euch erlaubt als eine Versorgung f├╝r euch und f├╝r die
Reisenden; doch verwehrt ist euch das Wild des Landes, solange ihr Pilger seid. Und f├╝rchtet Allah, zu Dem
ihr versammelt werdet.


97. Allah hat die Kaba, das unverletzliche Haus, zu einer St├╝tze und Erhebung f├╝r die Menschheit gemacht,
ebenso den Heiligen Monat und die Opfer und (die Tiere mit) Halsschmuck. Dies, damit ihr wisset, da├č Allah
wei├č, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und da├č Allah alle Dinge wei├č.


98. Wisset, da├č Allah streng ist im Strafen und da├č Allah allverzeihend, barmherzig ist.


99. Dem Gesandten obliegt nur die Verk├╝ndung. Und Allah wei├č, was ihr offenkundig macht und was ihr
verhehlt.


100. Sprich: ┬źDas Schlechte und das Gute sind nicht gleich┬╗, ob auch die Menge des Schlechten dich in
Erstaunen versetzen mag. So f├╝rchtet Allah, ihr Verst├Ąndigen, auf da├č ihr Erfolg habt


101. O die ihr glaubt! Fragt nicht nach Dingen, die, w├╝rden sie euch enth├╝llt, euch unangenehm w├Ąren; und
wenn ihr danach fragt zur Zeit da der Koran niedergesandt wird, werden sie euch doch klar. Allah hat sie
ausgelassen; und Allah ist allverzeihend, nachsichtig.


102. Es haben schon vor euch Leute nach solchem gefragt, doch dann versagten sie ihnen den Glauben.


103. Allah hat keinerlei ┬źBah├şra┬╗ oder ┬źS├íiba┬╗ oder ┬źWas├şla┬╗ oder ┬źH├ím┬╗ geboten: vielmehr ersinnen die
Ungl├Ąubigen eine L├╝ge wider Allah, und die meisten von ihnen begreifen nicht.


104. Und wenn ihnen gesagt wird: ┬źKommt her zu dem, was Allah herabgesandt hat, und zu dem Gesandten┬╗,
sagen sie: ┬źUns gen├╝gt das, worin wir unsere V├Ąter vorfanden.┬╗ Und selbst wenn ihre V├Ąter kein Wissen
hatten und nicht auf dem rechten Wege waren!


105. O die ihr glaubt! Wacht ├╝ber euch selbst. Der irregeht, kann euch nicht schaden, wenn ihr nur selbst auf
dem rechten Wege seid. Zu Allah ist euer aller Heimkehr; dann wird Er euch enth├╝llen, was ihr zu tun
pflegtet.


106. O die ihr glaubt! Wenn der Tod an einen von euch herantritt, ist die Zeugenschaft unter euch im
Zeitpunkt der Testamenter├Âffnung: zwei Redliche unter euch, oder zwei andere, die nicht zu euch geh├Âren,
wenn ihr gerade im Land herumreiset und das Ungl├╝ck des Todes euch trifft. Ihr sollt sie beide nach dem
Gebet zur├╝ckhalten; und wenn ihr zweifelt, so sollen sie beide bei Allah schw├Âren: ┬źWir erstehen damit
keinen Gewinn, handelte es sich auch um einen nahen Verwandten, und wir verhehlen nicht das Zeugnis
Allahs; wahrlich, wir w├Ąren sonst S├╝nder.┬╗


107. Wenn es aber bekannt wird, da├č die beiden (Zeugen) sich der S├╝nde schuldig gemacht haben, dann
sollen zwei andere an ihre Stelle treten aus der Zahl derer, gegen welche die zwei ausgesagt haben, und die
beiden (sp├Ąteren Zeugen) sollen bei Allah schw├Âren: ┬źWahrlich, unser Zeugnis ist wahrhaftiger als das
Zeugnis der beiden (fr├╝heren), und wir sind nicht unredlich gewesen; wahrlich, wir geh├Ârten sonst zu den
Ungerechten.┬╗


108. So ist es wahrscheinlicher, da├č sie wahres Zeugnis ablegen oder da├č sie f├╝rchten, es m├Âchten andere
Eide gefordert werden nach ihren Eiden. Und f├╝rchtet Allah und h├Âret! Denn Allah weist nicht dem
ungehorsamen Volk den Weg.


109. Am Tage, da Allah die Gesandten versammeln wird, wird Er sprechen: ┬źWelche Antwort empfinget ihr?┬╗
Sie werden sagen: ┬źWir haben kein Wissen, Du allein bist der Wisser der verborgenen Dinge.┬╗


110. Wenn Allah sagen wird: ┬źO Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und gegen deine
Mutter; wie Ich dich st├Ąrkte mit der heiligen Offenbarung - du sprachest zu den Menschen sowohl im
Kindesalter wie auch im Mannesalter; und wie Ich dich die Schrift und die Weisheit lehrte und die Thora und
das Evangelium; und wie du bildetest aus Ton, wie ein Vogel bildet, auf Mein Gehei├č, dann hauchtest du ihm
(einen neuen Geist) ein und es wurde ein beschwingtes Wesen nach Meinem Gebot; und wie du die Blinden
heiltest und die Auss├Ątzigen auf Mein Gebot; und wie du die Toten erwecktest auf Mein Gehei├č; und wie Ich
die Kinder Israels von dir abhielt, als du mit deutlichen Zeichen zu ihnen kamest, die Ungl├Ąubigen unter ihnen
aber sprachen: "Das ist nichts als offenkundige T├Ąuschung".┬╗


111. Als Ich die J├╝nger bewog, an Mich und an Meinen Gesandten zu glauben, da sprachen sie: ┬źWir glauben,
und sei Zeuge, da├č wir gottergeben sind.┬╗


112. Als die J├╝nger sprachen: ┬źO Jesus, Sohn der Maria, ist dein Herr imstande, uns einen Tisch mit Speise
vom Himmel herabzusenden?┬╗, sprach er: ┬źF├╝rchtet Allah, wenn ihr Gl├Ąubige seid.┬╗


113. Sie sprachen: ┬źWir begehren davon zu essen, und unsere Herzen sollen in Frieden sein, und wir wollen
wissen, da├č du Wahrheit zu uns gesprochen hast, und wollen selbst davon Zeugen sein.┬╗


114. Da sprach Jesus, Sohn der Maria: ┬źO Allah, unser Herr, sende uns einen Tisch vom Himmel herab mit
Speise, da├č er ein Fest f├╝r uns sei f├╝r den Ersten von uns und f├╝r den Letzten von uns, und ein Zeichen von
Dir; und gib uns Versorgung, denn Du bist der beste Versorger.┬╗


115. Allah sprach: ┬źSiehe, Ich will ihn niedersenden zu euch; wer von euch aber danach undankbar wird, den
werde Ich strafen mit einer Strafe, womit Ich keinen andern auf der Welt strafen werde.┬╗


116. Und wenn Allah sprechen wird: ┬źO Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen:
"Nehmet mich und meine Mutter als zwei G├Âtter neben Allah"?┬╗, wird er antworten: ┬źHeilig bist Du. Nie
konnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte. H├Ątte ich es gesagt, Du w├╝rdest es sicherlich wissen. Du
wei├čt, was in meiner Seele ist, aber ich wei├č nicht, was Du im Sinn tr├Ągst. Du allein bist der Wisser der
verborgenen Dinge.


117. Nichts anderes sprach ich zu ihnen, als was Du mich gehei├čen hast: "Betet Allah an, meinen Herrn und
euren Herrn." Und ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte, doch seit Du mich sterben lie├čest, bist
Du der W├Ąchter ├╝ber sie gewesen; und Du bist aller Dinge Zeuge.


118. Wenn Du sie strafst, sie sind Deine Diener, und wenn Du ihnen verzeihst, Du bist wahrlich der
Allm├Ąchtige, der Allweise.┬╗


119. Allah wird sprechen: ┬źDas ist ein Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit frommen soll. F├╝r
sie sind G├Ąrten, durch die Str├Âme flie├čen; darin sollen sie weilen ewig und immerdar. Allah hat an ihnen
Wohlgefallen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm; das ist die gro├če Gl├╝ckseligkeit.┬╗


120. Allahs ist das K├Ânigreich der Himmel und der Erde und was zwischen ihnen ist; und Er hat die Macht
├╝ber all Dinge.



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des Verbandes Moslemischer StudentInnen der Oregon State University.



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